de.wedoany.com-Bericht: Deutscher Medizintechnikhersteller Stryker-Leibinger GmbH hat in seinem Werk in Mühlhofen-Steiten die unbemannte Produktion in der Nacht und am Wochenende realisiert. Die Zuverlässigkeit dieses Modells basiert auf den Laser-Werkzeugvermessungssystemen und Werkstücktastern von Blum-Novotest. In der Nachtschicht ist kein Bediener vor Ort; die Werkzeugmaschinen führen selbstständig Werkzeugbrucherkennung, automatischen Werkzeugwechsel und Ausschussaussonderung durch.
Stryker-Leibinger GmbH produziert Implantate wie Kieferfixierungsplatten und Handgelenkprothesen mit höchsten Präzisionsanforderungen. Das Werk setzt auf eine Schichtstrategie mit besetzter Früh- und Spätschicht sowie unbemannter Nachtschicht, während am Wochenende drei Tage und Nächte völlig unbemannt gearbeitet wird. Der Leiter der Fertigungsabteilung, Simon Heise, betont, dass die Zuverlässigkeit des unbemannten Betriebs ohne das BLUM-Laser-Werkzeugvermessungssystem undenkbar wäre.
Jedes Werkzeug in der Werkstatt – von Kugelfräsern mit 0,5 mm Durchmesser bis zu Schruppfräsern mit 63 mm – muss nach jeder Bearbeitung und vor der Rückkehr in das Werkzeugmagazin den Laserscan des Blum-Novotest LaserControl Micro Compact NT-Systems durchlaufen. Der Laser erkennt, ob die Schneide abgeplatzt oder vollständig gebrochen ist. Wird ein Werkzeugschaden festgestellt, bewertet das System das aktuelle Werkstück automatisch als Ausschuss, wechselt das Werkzeug und setzt die Produktion fort, wobei nur ein einzelnes Werkstück verloren geht, während die gesamte Fertigungslinie nicht stoppt.

Die Lieferzeit für einige spezielle Profilfräser beträgt bis zu neun Wochen. Um Kollisionen durch falsch eingespannte Rohteile zu vermeiden, wird zu Beginn des Bearbeitungsprogramms ein Messbefehl eingefügt: Der Blum TC52-Werkstücktaster tastet zuerst den Spannarm ab und bestätigt, dass das Rohteil fest eingespannt ist, bevor der Fräser mit der Bearbeitung beginnen darf. Dieser Vorgang dauert nur wenige Sekunden; seitdem sind diese teuren Fräser nicht mehr aufgrund von Einspannproblemen gebrochen.

Im Jahr 2012 sah Stryker-Leibinger GmbH auf der AMB-Messe die Vorführung des Blum TC52-Werkstücktasters. Das zuvor verwendete Werkstücktastsystem hatte eine Positioniergeschwindigkeit von 3 bis 5 Metern pro Minute, während der TC52 bis zu 40 Meter pro Minute erreicht – eine nahezu zehnfache Steigerung. In der Kontaktmessphase bewegt er sich mit 2 Metern pro Minute, wodurch die gesamte Messzeit um 50 bis 70 Prozent verkürzt wird. Die schnellere Messung ermöglicht eine höhere Anzahl wiederholbarer Prüfungen, was die Prozesszuverlässigkeit erhöht.

Stryker-Leibinger GmbH verwendet das BLUM-Laser-Werkzeugvermessungssystem seit vielen Jahren, anfangs nur zur Werkzeugbrucherkennung. Nach einer Empfehlung eines Blum-Serviceingenieurs während eines Vor-Ort-Einsatzes organisierte das Werk eine eintägige Schulung vor Ort. Seitdem wird das Laser-Werkzeugvermessungssystem zur Messung von Verschleiß und Ausbrüchen an Schaftfräsern, T-Nutenfräsern, Bohrern und Zahnradwerkzeugen eingesetzt, sowie zur Prüfung von Werkzeugrundlauf und vollständigem Profil. Da die Messung bei Nenndrehzahl und tatsächlichem Spannzustand erfolgt, können Maschineneinflüsse kompensiert werden, was die Bearbeitungsgenauigkeit verbessert. Der Fertigungsingenieur Jörg Hermann gibt an, dass externe Werkzeugvoreinstellgeräte heute nur noch selten verwendet werden.

Die Blasdüsen am Lasermesssystem dienen dazu, Kühlmittel und Späne vor der Messung vom Werkzeug zu blasen. Blum hat in die Düse ein Rückschlagventil eingebaut, um ein Zurückfließen von Kühlmittel und Flüssigkeitsansammlungen zu verhindern. Simon Heise erklärt, dass dieses Design verhindert, dass schmutziges Wasser auf das Werkzeug spritzt und es verunreinigt; zudem wurde die Düsenluftströmung optimiert, um schnellere Messgeschwindigkeiten und höhere Genauigkeit zu erreichen.

Jörg Hermann lobt, dass die Serviceingenieure von Blum nicht nur die gerufenen Maschinenprobleme beheben, sondern auch andere Bearbeitungszentren überprüfen und Empfehlungen geben; auch die Telefon-Hotline bietet schnelle und professionelle Unterstützung. Die schnelle Vor-Ort-Reaktion ermöglicht es dem Werk, immer mehr kritische Prozesse dem BLUM-System anzuvertrauen.

Das neueste von Stryker-Leibinger GmbH beschaffte Bearbeitungszentrum DMU 60 Linear ist bereits vollständig mit Blum-Systemen ausgestattet. Der Fertigungsingenieur Jörg Hermann erklärt, dass zukünftige neue Anlagen ebenso konfiguriert werden, aufgrund der guten Benutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und des Service. Die produktbezogene technische Unterstützung, Beratung und der Kundendienst sind erstklassig.










