Peru und Schweiz unterzeichnen Memorandum zur Förderung des verantwortungsvollen Goldabbaus
2026-06-03 09:17
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de.wedoany.com-Bericht: Das peruanische Ministerium für Energie und Bergbau (Minem) und die Schweizerische Eidgenossenschaft haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die darauf abzielt, den handwerklichen und kleingewerblichen Goldabbau (MAPE) in Peru in eine verantwortungsvollere und inklusivere Richtung zu lenken.

Der peruanische Minister für Energie und Bergbau, Waldir Ayasta Mechán, und der Schweizer Botschafter Paul Garnier, der das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) vertrat, unterzeichneten das Dokument gemeinsam. Ayasta erklärte, dass diese Vereinbarung eine strategische Allianz festige, die darauf abzielt, bessere Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken in der Goldwertschöpfungskette zu fördern.

Ayasta wies darauf hin, dass die Schweiz über bedeutende Erfahrungen im Bergbausektor verfüge und ihre Unternehmen weltweit tätig seien. Die Unterstützung der Schweiz sei für die peruanischen handwerklichen und kleingewerblichen Bergbauaktivitäten von großer Bedeutung, um ihre Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, sich zu formalisieren und den Modernisierungs- und Nachhaltigkeitsstandards zu entsprechen.

Der Schweizer Botschafter erklärte, dass die Absichtserklärung das Engagement der Schweiz für die Entwicklung einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Goldwertschöpfungskette widerspiegele, mit dem Ziel, konkrete Möglichkeiten für die Formalisierung, Rückverfolgbarkeit und den Zugang zu verantwortungsvollen Märkten für den peruanischen MAPE-Sektor zu schaffen.

Durch diese Vereinbarung beteiligt sich Peru offiziell am Schweizer Förderprogramm für handwerklichen und kleingewerblichen Goldabbau. Es handelt sich um eine globale Initiative, die von der Schweiz durch ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit finanziert wird und darauf abzielt, die verantwortungsvolle Goldwertschöpfungskette zu stärken, zur Armutsbekämpfung beizutragen und die sozialen und ökologischen Bedingungen in diesem Sektor zu verbessern.

Das Programm wird zwischen 2025 und 2028 umgesetzt und umfasst drei Komponenten. Der erste Teil ist ein Wettbewerbsfonds (Challenge Fund), der innovative Lösungen kofinanziert, um die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung von MAPE zu verbessern und den Privatsektor einzubeziehen. Ausgewählte Projekte erhalten Mittel aus der Schweizer Wirtschaftszusammenarbeit und müssen mindestens 25 % private Kofinanzierung aufweisen. Die erste Ausschreibungsrunde endete am 29. Mai 2026.

Der zweite Teil, an dem Minem und SECO direkt beteiligt sind, konzentriert sich auf den politischen Dialog, um die Koordinierung zwischen der nationalen Regierung, den Regionalregierungen und anderen Branchenakteuren zu fördern, mit Schwerpunkt auf Rückverfolgbarkeit, Formalisierung und Anreizen für verantwortungsvollen Bergbau.

Der dritte Teil konzentriert sich auf Wissensmanagement durch die Generierung und Verbreitung von Erfahrungen, Fallstudien und bewährten Verfahren sowie durch die Förderung des Austauschs und der Teilnahme an internationalen Foren.

Im Rahmen der Absichtserklärung werden beide Seiten Dialogforen fördern, technische Unterstützung für die von Minem priorisierten Regulierungsreformen leisten, technische Studien durchführen und den Kapazitätsaufbau öffentlicher Institutionen im Zusammenhang mit diesem Sektor stärken.

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