AWS-Führungskraft: Telekommunikationsbetreibern fehlt eine makroskopische Vision für autonome Netze
2026-06-03 09:45
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Das Haupthindernis für die Entwicklung von Telekommunikationsbetreibern hin zu autonomen Netzen ist das Fehlen einer makroskopischen Vision, die von der Prozessautomatisierung zur domänenübergreifenden Autonomie führt. Amir Rao, Global Director für Telekommunikationslösungen bei AWS, wies darauf hin, dass die Branche erkennen müsse, dass die Automatisierung einzelner Prozesse nicht die erwarteten Renditen bringe, und dass die Koordination aller automatisierten Komponenten geplant werden müsse.

Die Fortschritte bei autonomen Netzen sind derzeit inkrementell und langsamer als erwartet. Das TM Forum (Tele Management Forum) führte 2019 ein sechsstufiges Klassifizierungssystem für Netzautonomie ein. Im Jahr 2023 verpflichteten sich fünf Betreiber – AIS, China Mobile, MTN Group, Orange (France Télécom) und Telefónica –, bis 2025 die Stufe L4 zu erreichen. Zwei Jahre später berichtete das TM Forum, dass China Mobile in mehreren Bereichen wie IP-Backhaul und Fehlermanagement im Funkzugangsnetz nahe an L4 sei, während Telefónicas Tochter Vivo im Bereich Netzaufbau und -planung L4 erreicht habe. Auch China Telecom, China Unicom, TDC NET und Rakuten Mobile hätten L4-Meilensteine erreicht.

Im April dieses Jahres erklärte das TM Forum, dass es Ende 2025 bis Anfang 2026 zu einer „wesentlichen Veränderung“ bei der L4-Validierungsgeschwindigkeit kommen werde; derzeit befänden sich die meisten Betreibernetze zwischen L2 und L3, einige Betreiber bewegten sich in bestimmten Bereichen schnell auf L4 zu. Eine Umfrage von Accenture zeigte jedoch, dass 79 % der Betreiber noch auf den Autonomiestufen L0/L1 seien und weniger als ein Viertel der Befragten erwarte, bis 2030 L4 zu erreichen.

Rao ist der Ansicht, dass auf dem Markt eine Verwechslung zwischen domänenübergreifender Autonomie und Fortschritten auf Prozessebene bestehe. Wenn nur einer von 200 Prozessen in einer Domäne autonom sei, könne die Investitionsrendite einer höheren Autonomiestufe nicht erzielt werden. Er erklärte, dass jeder Prozess letztlich durch einen Mikro-Agenten dargestellt werden könne, die sich zu einem Domänen-Agenten zusammenschließen und eine Baumstruktur bilden. Daher benötigten die Betreiber eine klare Vision, um mindestens eine domänenunabhängige oder autonome Ebene zu erreichen, und dann eine Multi-Domänen-Autonomie, um Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com