de.wedoany.com-Bericht: Der neue Fiat Pulse (internes Projekt F2U) wurde auf der Teststrecke des Stellantis-Werks in Betim, Minas Gerais, Brasilien, gesichtet. Die Erlkönigfotos stammen von Marlos Ney Vidal von Autos Segredos. Das Fahrzeug wird viele Komponenten mit dem Citroën Aircross teilen.

Die Marke feiert bald ihr 50-jähriges Jubiläum in Brasilien und bereitet eine große Modelloffensive für die kommenden Jahre vor. Die Erlkönigfotos des neuen Pulse zeigen, dass die Außenspiegel, die A-Säulen und die Türlinien identisch mit denen des Citroën Aircross und des Basalt sind, der hintere Überhang jedoch etwas kürzer ist als beim siebensitzigen Citroën-SUV. Die Abmessungen des neuen Fahrzeugs werden voraussichtlich deutlich zunehmen und könnten sich denen des kompakten Peugeot-SUV 2008 (Karosserielänge 4.309 mm, Breite 1.776 mm, Radstand 2.612 mm) annähern. Im Vergleich zum aktuellen Pulse (Karosserielänge 4.095 mm, Breite 1.776 mm, Radstand 2.532 mm) ist dies eine deutliche Steigerung. Allerdings ist dies nicht der maximale Radstand dieser Plattform; diesen Rekord hält derzeit der Basalt.


In Bezug auf das Außendesign wird die in Brasilien verkaufte Version dem Grizzly-Modell ähneln, das in den Folien der globalen Investitionsankündigung von Stellantis Ende Mai gezeigt wurde, mit vielen kantigen Linien und pixeligen Elementen, einem ruhigeren und raffinierteren Stil als der Argo. Innen wird das neue Fahrzeug dem Grizzly Fastback nachempfunden sein, der im Ausland weiter in der Erprobung ist und dessen Innenraum bereits durch Erlkönigfotos enthüllt wurde. Zur Ausstattung gehören eine elektronische Feststellbremse, Einzelsitze mit verstellbaren Rückenlehnen, Stofftüren sowie weitere technische und optische Features, insgesamt raffinierter als der Argo.

Mit der Aufwertung des neuen Pulse ebnet Fiat den Weg für den neuen Argo, die Marktposition des aktuellen Pulse zu übernehmen, sodass er sowohl mit Kompaktwagen wie dem VW Polo und dem Honda City als auch mit Einstiegs-SUVs wie dem VW Tera und dem Renault Kardian konkurrieren kann. Das neue Fahrzeug wird raffinierter sein und sich so von Citroën abheben, das zur Einstiegsmarke des Konzerns degradiert wurde.

Antriebsseitig wird voraussichtlich der 1.0 T200-Motor mit einem Mild-Hybrid-Antriebssystem kombiniert, das bereits im aktuellen Pulse sowie im Peugeot 208 und 2008 auf derselben F2U-Plattform zum Einsatz kommt. Die Abstimmung könnte von den derzeitigen 130/125 PS und 20,4 kgm Drehmoment auf etwa 116 PS angepasst werden; diese Änderung wird zunächst im Jeep Avenger eingeführt, der in den kommenden Monaten auf den Markt kommt. Da das neue Fahrzeug eher familienorientiert ist, bleiben Fragen zur Abarth-Version (mit dem 1.3 T270-Motor) offen. Der Konzern wird diesen Antriebsstrang kurzfristig nicht aufgeben; der aktuelle Pulse Abarth und der Fastback Abarth testen bereits das MHEV-System. Bei Jeep wird dieser Motor im Renegade, Compass und Commander eingesetzt, wobei Renegade und Commander ebenfalls bereits als Mild-Hybride erhältlich sind. In der Investorenpräsentation wurde für Südamerika der Einsatz von MHEV-Systemen (bereits im Einsatz) und HEV-Systemen hervorgehoben. Derzeit bietet keine Marke des Stellantis-Konzerns, einschließlich Fiat, Jeep, Ram, Peugeot oder Citroën, eine HEV-Lösung an.
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