de.wedoany.com-Bericht: Das Hochgeschwindigkeits-Unterseekabelsystem Südostasien-Hainan-Hongkong (SEA‑H2X) ist in Betrieb genommen worden und erreicht auf der Hauptstrecke zwischen Hongkong und Singapur eine Designkapazität von über 200 Tbit/s. Das System wurde gemeinsam von China Mobile, China Unicom, Converge ICT Solutions und mehreren regionalen Partnern finanziert.
HMN Tech lieferte für dieses Projekt 39,5-Nanometer-Ultrabreitband-Titanverstärker. Diese Technologie erweitert das nutzbare Spektrum und ermöglicht es dem System, den schnell wachsenden Anforderungen von Künstlicher Intelligenz, Cloud Computing und Rechenzentrumsinterkonnektion gerecht zu werden. Die SEA‑H2X-Hauptstrecke ist mit insgesamt acht Faserpaaren ausgestattet, deren Anlandepunkte die Sonderverwaltungszone Hongkong, Hainan, die Philippinen, Thailand und Singapur abdecken und so eine geografische Routendiversität gewährleisten.
Das System verwendet eine offene Kabelarchitektur, die die nassen Unterwasser-Endgeräte von den terrestrischen Übertragungsgeräten trennt. Dies ermöglicht es den Betreibern, SLTE-Geräte von Herstellern wie Ciena, Infinera oder Nokia einzusetzen und so die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter zu vermeiden. HMN Tech fungierte als schlüsselfertiger End-to-End-Lieferant und war für Design, Fertigung, maritime Installation und Systemintegration verantwortlich.
Die 39,5-Nanometer-Bandbreite umfasst das Standard-C-Band und das erweiterte C-Band (ca. 1528 nm bis 1567,5 nm) und bietet eine zusätzliche spektrale Ausdehnung von etwa 4,5 nm gegenüber dem üblichen 35-nm-C-Band. Für die regionalen Verbindungen über mehr als 3000 km verwendet SEA‑H2X einen Kanalabstand von 75 GHz (ca. 0,6 nm) und die 400G-PM‑16QAM-Modulation. Jedes Faserpaar unterstützt 64 aktive Wellenlängenkanäle und erreicht eine Kapazität von 25,6 Tbit/s. Die acht Faserpaare bieten eine Gesamtsystemkapazität von 204,8 Tbit/s und übertreffen damit das Designziel von 200 Tbit/s. Das Ingenieurteam wählte das 75-GHz-Raster und die 64-Kanal-Konfiguration, um ein Gleichgewicht zwischen spektraler Effizienz, Übertragungsdistanz und Betriebszuverlässigkeit zu erreichen.
SEA‑H2X setzt zudem fortschrittliche Abzweigeinheiten von HMN Tech ein, die über eine 18-kV-Hot-Switching-Funktion verfügen. Diese können die Hauptstrecke mit sekundären Anlandepunkten oder zukünftigen Erweiterungen verbinden, ohne den Verkehr auf dem Hauptpfad zu unterbrechen. Die Hochspannungsschaltfähigkeit trägt zur sicheren Konfiguration des Stromversorgungssystems nach Wartungsarbeiten oder Störungen bei.
Die Branche bewegt sich von reinen C-Band- hin zu C+L-Band- und sogar Super-C+Super-L-Architekturen. Allerdings ist die Verstärkertechnologie für die Ausdehnung des L-Bandes in der Unterwasserumgebung noch relativ unreif. Der Fokus von HMN Tech auf das erweiterte C-Band bietet einen praktischen Ansatz, um Kapazitätsgewinne zu erzielen, ohne die Komplexität einer Dual-Band-Verstärkung einzuführen. Derzeit sind C+L-Band-Architekturen in terrestrischen Glasfaser-Backbones weit verbreitet, während bei Unterseekabelsystemen nur das Pacific Light Cable Network (PLCN) eine ähnliche Technologie einsetzt.
SEA‑H2X transportiert nun kommerziellen Datenverkehr. Das System kombiniert 39,5-Nanometer-Ultrabreitbandverstärker, 75-GHz-Kanalabstand und 64×400G-PM‑16QAM-Modulation. Unter Priorisierung der zuverlässigen 400G-Leistung über große Entfernungen erreicht es eine technische Basislinie von 25,6 Tbit/s pro Faserpaar und einer Gesamtkapazität von 204,8 Tbit/s.
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