de.wedoany.com-Bericht: Das Unternehmen für intelligente Fertigung, Kuka Group, hat an seinem Produktionsstandort in Toledo, Ohio, die KI-Orchestrierungsplattform Kuka AMP offiziell in Betrieb genommen, die physische KI mit traditionellen industriellen Automatisierungssystemen verbindet.
Diese offene Orchestrierungsplattform wird in der Fabrik bereits für die praktische Produktion eingesetzt. Die Anlage mit einer Fläche von 335.000 Quadratfuß produziert täglich über 300 Karosserien, im Durchschnitt etwa alle zwei Minuten eine. Durch die Verbindung der bestehenden Automatisierungs-infrastruktur mit der nächsten Generation KI-gesteuerter Technologien hilft die Plattform Herstellern, ihre Betriebsflexibilität zu erhöhen, die Produktivität zu steigern und den Wert ihrer Produktionsdaten besser auszuschöpfen.
Marc Fleischmann, Chief Software & AI Officer der Kuka Group, erklärte, dass die Fertigungsindustrie in eine neue Ära eintrete, in der die traditionelle Automatisierung erweitert und transformiert werde. Die Zukunft liege in der Kombination der Präzision und Zuverlässigkeit etablierter industrieller Automatisierung mit den Fähigkeiten KI-gesteuerter Systeme. Kuka AMP biete die Grundlage für diese Entwicklungsrichtung.

Kuka AMP verbindet in der Toledo-Anlage 285 Roboter und über 60.000 Geräte und verwandelt die traditionelle Automatisierungsinfrastruktur in ein KI-gesteuertes Produktionsökosystem. Diese Implementierung ist ein strategischer Schritt der Kuka Group, um künstliche Intelligenz aus Pilotumgebungen in die großflächige praktische Fertigung zu überführen. Die USA sind ein wichtiger Markt für die Kuka Group, die in den Bereichen Engineering, Fertigung, Softwareentwicklung, Systemintegration und Kundensupport über 3.400 Mitarbeiter beschäftigt.
Das KTPO ist seit 2006 in Betrieb und produziert die Rohkarosserien für alle weltweit verkauften Jeep® Wrangler sowie seit 2019 für den Jeep® Gladiator. Die Anlage kombiniert die Expertise von Kuka in den Bereichen Schweißtechnik, Verbindungstechnik und Systemintegration, betreibt 285 Roboter und über 60.000 vernetzte Geräte und hat bereits über 2 Millionen Karosserien produziert, wodurch eine große Menge an Produktionsdaten anfällt.
Die erste Implementierung konzentriert sich auf autonome mobile Roboter (AMR) und adressiert eine zentrale Herausforderung der modernen Fertigung: die Freisetzung des Werts von Daten, die in isolierten Systemen eingeschlossen sind. Die Fabrik erzeugt große Informationsmengen, die jedoch größtenteils ungenutzt bleiben. Kuka AMP wandelt diese Daten in umsetzbare Erkenntnisse um und ermöglicht es den Automatisierungssystemen, den Produktionsprozess besser zu verstehen, Arbeitsabläufe zu koordinieren und die Leistung kontinuierlich zu verbessern.
Fleischmann betonte, dass physische KI nicht als disruptive Veränderung, sondern als nächste Evolutionsstufe der industriellen Automatisierung betrachtet werden sollte. Hersteller benötigen einen praktikablen Weg, der auf jahrzehntelangen Investitionen aufbaut. Kuka AMP, entwickelt in den USA, schafft durch die Anbindung bestehender Fabriken und die schrittweise Erweiterung ihrer Fähigkeiten einen Weg zur zukünftigen autonomen Fabrik.
Die Plattform schafft eine skalierbare Grundlage für physische KI, indem sie eine Automatisierungsinfrastruktur bereitstellt, die es Kunden ermöglicht, ihre eigenen KI-Modelle zu integrieren und diese Modelle mithilfe einer gemeinsamen Kontextebene in der Produktion zu verallgemeinern. Durch die kontinuierliche Erfassung und Analyse von Betriebsdaten entsteht ein geschlossenes Kreislaufsystem, das die Leistung im Laufe der Zeit verbessert und Organisationen dabei hilft, intelligente Automatisierung zu skalieren. Fleischmann erwähnte, dass das Testen der Alpha-Version von Kuka AMP im KTPO ein wichtiger Schritt sei. Das KTPO sei eine vertraute Umgebung, in der sich das Team darauf konzentrieren könne, die Plattform unter realen Bedingungen zu bewerten und Verbesserungen zu beschleunigen, um den Benutzern das bestmögliche Erlebnis zu bieten.










