München startet Pilotprojekt mit 21 intelligenten Lieferzonen
2026-07-22 11:36
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de.wedoany.com-Bericht: Die Stadt München startet die öffentliche Testphase eines neuen Pilotprojekts, bei dem Lieferzonen in der Innenstadt digitalisiert werden. Über eine App erhalten Logistikunternehmen und andere Nutzer Echtzeitinformationen zur Belegung der Be- und Entladebereiche.

Das Projekt wird vom Münchner Mobilitätsreferat in der historischen Altstadt und rund um die Fraunhoferstraße durchgeführt. 21 Be- und Entladezonen wurden ausgewählt und mit intelligenten Sensoren ausgestattet. Diese Sensoren übertragen die Belegungsdaten in Echtzeit direkt an die kostenlose Mobilitäts-App mo2B, sodass Nutzer schnell freie Lieferzonen finden und gezielt ansteuern können.

Als Teil des EU-Projekts metaCCAZE, an dem das Steinbeis Europa Zentrum als Partner beteiligt ist, zielt der Pilotversuch darauf ab, die Suchzeit nach freien Zonen zu reduzieren und so die Effizienz der Stadtlogistik zu steigern. Die App verfügt zudem über eine Navigationsfunktion, die Nutzer direkt zur nächstgelegenen geeigneten Zone führt und so die „letzte Meile“ optimiert.

Die Pilotzone umfasst Münchens multifunktionale 3L-Bereiche – speziell für Be- und Entladen, Lieferung und Serviceaktivitäten – sowie die klassischen 2L-Be- und Entladezonen. Die App zeigt alle verfügbaren 2L- und 3L-Zonen im Stadtgebiet an. In ausgewählten Bereichen der Innenstadt hat die Stadt zudem auffällige „Lieferzone“-Markierungen auf der Fahrbahn angebracht, um die Erkennbarkeit zu erhöhen und das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer zu schärfen.

Ziel des Projekts ist es, durch Echtzeitinformationen über freie Parkplätze die Belegung von Lieferzonen durch Parksuchende zu reduzieren, Missbrauch zu vermeiden und unnötigen Parksuchverkehr zu verringern. Georg Dunkel, Leiter des Münchner Mobilitätsreferats, erklärte, dass das Pilotprojekt die Nutzungsrate und Effizienz der Lieferzonen verbessern wolle, insbesondere in stark frequentierten Bereichen der Innenstadt. Echtzeitinformationen helfen Handwerksbetrieben, Pflegediensten und Lieferfirmen, schneller geeignete Parkplätze zu finden und gezielter Falschparken zu verhindern.

Das Pilotprojekt wird im Rahmen der EU von mehreren Partnern umgesetzt: Smart City System stellt die Belegungssensoren bereit und betreibt sie; Stadtraum ist Anbieter und Betreiber der mo2B-App; die Technische Universität München übernimmt die wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung; DB Schenker plant, Logistikanwendungen und praktische Szenarien zu testen. Das Projekt wird durch das Horizon-Europe-Projekt metaCCAZE gefördert, das Städte bei der Entwicklung nachhaltiger Mobilitäts- und Stadtlogistiklösungen unterstützt, die europaweit übertragbar sind.

München hat die Pilotstandorte in Zusammenarbeit mit Kammern und Wirtschaftsverbänden ausgewählt und dabei Gebiete mit hohem gewerblichen Verkehrsaufkommen priorisiert. Das Projekt wird zeigen, welche Nutzergruppen den Dienst am intensivsten nutzen und an welchen Orten in Zukunft möglicherweise weitere Lösungen erforderlich sind.

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