de.wedoany.com-Bericht: Das Abfallenergieunternehmen Evero hat kürzlich bei den zuständigen Behörden einen Planungsantrag für sein Flaggschiffprojekt eingereicht – die Ince Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (InBECCS), das sich im HyNet-Industriecluster im Nordwesten Englands befindet.

Das Unternehmen plant die Umrüstung seiner Ince-Biomasseanlage und die Integration der CO₂-Abscheidungstechnologie von Mitsubishi Heavy Industries. Der Standort des Projekts liegt im Dorf Ince und kann die Infrastruktur des HyNet-Clusters für den sicheren Transport und die Speicherung des abgeschiedenen CO₂ nutzen.
Derzeit erzeugt das Ince-Biomassekraftwerk Strom aus Holzabfällen und wandelt C-Abfälle, die sonst auf Deponien landen würden, in kohlenstoffarmen Strom um. Evero gibt an, dass das InBECCS-Projekt nach der Installation der Kohlenstoffabscheidungsanlage voraussichtlich etwa 250.000 Tonnen CO₂ pro Jahr abscheiden wird.
InBECCS ist das am weitesten fortgeschrittene BECCS-Projekt im britischen Geschäftsmodell für Treibhausgasentfernung (GGR). Bereits im Jahr 2025 wurde es von der Regierung als prioritäres Projekt im Track-1-Erweiterungsprozess des HyNet-Clusters ausgewählt. Das abgeschiedene CO₂ wird über das HyNet-Pipelinenetz zur dauerhaften Speicherung unter der Irischen See transportiert. Das Projekt soll 2030 in Betrieb gehen und dann ausreichend saubere Energie für über 100.000 Haushalte und Unternehmen bereitstellen.
Neben der Stromerzeugung und Kohlenstoffentfernung wird das InBECCS-Projekt auch die Deponiemenge reduzieren und lokale Arbeitsplätze schaffen. Evero hofft, durch dieses Projekt Investitionen in die heimische Lieferkette und den Aufbau einer kohlenstoffarmen Infrastruktur voranzutreiben.
Neil Bennett, Chief Commercial Officer von Evero Energy, erklärte, dass die Einreichung des Planungsantrags sowohl für Evero als auch für die britische Kohlenstoffentfernungsbranche ein wichtiger Meilenstein sei. Sie zeige, wie Abfallholzmanagement und Kohlenstoffabscheidung zusammenwirken können, um greifbare Klimavorteile zu erzielen und gleichzeitig die Industrie zu unterstützen. Die Einreichung dieses Antrags markiert auch den offiziellen Beginn der Planungs- und Konsultationsphase des Projekts.
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