de.wedoany.com-Bericht: Die Recyclingbranche für Folien und flexible Verpackungen steht vor der Notwendigkeit, von einer „festgelegten Route" zu einer „dynamischen Navigation" überzugehen. So wie Taxifahrer aufgrund der ständigen Planung neuer Routen eine extrem niedrige Alzheimer-Rate aufweisen, während Busfahrer, die sich an feste Fahrpläne halten, diesen Vorteil nicht haben, muss auch dieser Bereich aus bestehenden Mustern ausbrechen und neue Wege zur Kreislaufwirtschaft finden.
Die Politik hat bereits ehrgeizige Ziele gesetzt. In einigen US-Bundesstaaten, die eine erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) umsetzen, wird das Ziel für die Kunststoffrecyclingquote bis 2032 auf etwa 60 % festgelegt. Die Branche muss nun selbstständig Wege finden, dieses Ziel zu erreichen. Experten der Flexible Film Recycling Alliance (FFRA), der Circular Action Alliance (CAA), der Circular Economy for Flexible Packaging (CEFLEX) sowie von Konsumgütermarken sind sich einig, dass ein System aufgebaut werden sollte, das kontinuierlich Folien und flexible Verpackungen sammelt, wiederaufbereitet und zu neuen Produkten verarbeitet, um die Deponierung und die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu reduzieren.

Die Erreichung dieses Ziels steht vor erheblichen Hürden, darunter Angebots- und Nachfragedifferenzen, Materialverunreinigungen und unzureichende Kostenanreize. Landesweite EPR-Gesetze legen hohe Standards für die breite Kategorie „Kunststoff" fest und fordern eine Entwicklung hin zu 100 % recyclingfähigen Verpackungen. Derzeit werden die Recyclinganteilsziele hauptsächlich durch verbindliche Vorgaben für Post-Consumer-Rezyklate (PCR) in fünf Bundesstaaten vorangetrieben. Kalifornien verlangt beispielsweise einen Mindest-PCR-Anteil von 25 % bis 2032, während Oregon, Colorado und Maine Ziele über Herstellerverantwortungsorganisationen festlegen.
Derzeit ist die Sammelquote für Folien und flexible Verpackungen am Straßenrand in den USA sehr niedrig, die Recyclingquote liegt nur zwischen 2 % und 4 %. Die Sammelwege erweitern sich jedoch erheblich. Eine Studie der Sustainable Packaging Coalition zeigt eine ermutigende Zugänglichkeit von Folien-Sammelstellen im Einzelhandel: 92 % der US-Verbraucher leben innerhalb eines Umkreises von 16 km (10 Meilen) zu einer Polyethylenfolien-Rückgabestelle im Geschäft. Kommunale Abgabestellen und Abonnementdienste schließen ebenfalls Lücken. Experten weisen darauf hin, dass Recyclinganteilsanforderungen die Lücke zwischen Sammlung und Endmärkten schließen können, indem sie eine Nachfrage nach Post-Consumer-Rezyklaten schaffen und die Sammlung wirtschaftlich tragfähiger machen.
Die Erfahrungen Europas beim Recycling flexibler Verpackungen können als Referenz dienen. Laut Experten von CEFLEX und Packaging Europe auf der SPC Impact-Konferenz liegt die Recyclingquote für flexible Verpackungen in Europa etwa 18-mal höher als in den USA. Dieser Erfolg ist teilweise auf die in Entwicklung befindliche Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle zurückzuführen, die Wiederverwendung, Recyclinganteile und die Reduzierung von Verpackungsabfällen betrifft. Politische Hebel wie eine Steuer auf Primärkunststoffe haben das Verhalten der Branche ebenfalls spürbar verändert. Doch auch Europa steht vor der Herausforderung einer unzureichenden Nachfrage auf den Endmärkten.
Die Branche benötigt schrittweise Meilensteine, um die Richtung vorzugeben. Derzeit umsetzbare Maßnahmen umfassen: Fortsetzung des Designs für Recyclingfähigkeit, Förderung von mit Recyclingsystemen kompatiblen Verpackungen; effektive Nutzung von Recyclingfähigkeitskennzeichnungen, um Verbraucher zu bestehenden Sammelwegen zu führen; Unterstützung des Einsatzes von Post-Consumer-Rezyklaten in neuen Produkten zur Schaffung einer Marktnachfrage; sowie Teilnahme an branchenführenden Organisationen wie der SDO Film Recovery Collaborative, der Flexible Film Recycling Alliance (FFRA), der US Flexible Film Initiative (USFFI), CalFFlex, CEFLEX und der Association of Plastic Recyclers (APR), um neue Methoden zu testen und Erfahrungen auszutauschen.
So wie Taxifahrer ständig neue Routen navigieren, muss die Verpackungsbranche ihre Fähigkeiten entwickeln, durch Zusammenarbeit, Investitionen und adaptive Problemlösung politische Ziele in greifbare Meilensteine für die Kreislauffähigkeit von Folien und flexiblen Verpackungen umzusetzen.
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