de.wedoany.com-Bericht: Der Große Staats-Chural der Mongolei hat der Nachrichtenagentur Interfax-Kasachstan (Interfax-Казахстан) mitgeteilt, dass die Mongolei plant, im Jahr 2027 ein Raffinerieprojekt zu starten. Nach der Inbetriebnahme dieses Werks wird die Mongolei in der Lage sein, ihre Goldreserven aufzustocken, ihre Produkte auf den Weltmarkt zu bringen und die Exporteinnahmen zu steigern.
Offiziellen Angaben zufolge wird die eigene Raffineriekapazität eine lokale Verarbeitung der Rohstoffe ermöglichen. Derzeit werden 70 % des Golderzes der Mongolei in Fabriken in Russland, Großbritannien, Japan und der Schweiz verarbeitet. In Zukunft können die Endprodukte selbst hergestellt werden. Dies wird die Kosten erheblich senken: Es fallen keine Kosten mehr für grenzüberschreitenden Transport, Versicherung und Sicherheitsmaßnahmen an.
Das Projekt wird seit mehr als zehn Jahren diskutiert, die eigentliche Umsetzung begann jedoch im Jahr 2019, als der Vertrag für den Bau der Fabrik unterzeichnet wurde. Das kasachische Unternehmen „Сымбат Инжиниринг" (Symbat Engineering) führte die technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie (ТЭО) des Projekts für 82 Millionen US-Dollar durch. Die kasachische Regierung stellte der Mongolei außerdem unentgeltlich patentierte Raffinerietechnologie im Wert von 30 Millionen US-Dollar zur Verfügung.
Anfang 2025 teilte das kasachische Ministerium für Industrie und Bauwesen der Zeitung „Kapital" (LS) mit, dass Kasachstan alle Vorbereitungsphasen abgeschlossen habe und bereit sei, seine vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. Aufgrund fehlender notwendiger Mittel auf mongolischer Seite sei die Projektdurchführung jedoch ins Stocken geraten.
Gemäß den in der Machbarkeitsstudie festgelegten Parametern beträgt die geplante Jahreskapazität 50 Tonnen Gold und 25 Tonnen Silber. Laut der Zeitung „Kapital" plant das Unternehmen neben dem Raffineriegeschäft auch die Produktion von 1 bis 500 Gramm schweren Anlagegoldbarren, Legierungen für Schmuck in 24K, 18K, 15K und 10K, Halbzeugen aus Edelmetallen für Schmuck und Medizin, Gold- und Silberkörnern sowie -pulver. Gleichzeitig ist die Gewinnung von Kupfer, Platin und Palladium als Nebenprodukte geplant.
Derzeit werden in den öffentlich zugänglichen Unterlagen weder die genauen technischen Parameter der Fabrik noch die Höhe der Projektinvestitionen genannt.
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