de.wedoany.com-Bericht: Das Radiokonjugat ATNM-400 zeigte in präklinischen Prostatakrebsmodellen eine überlegene Antitumoraktivität im Vergleich zu bestehenden PSMA-gerichteten Strahlentherapeutika und Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitoren (ARPIs). Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung der Society of Nuclear Medicine and Molecular Imaging (SNMMI) vorgestellt.
In einem Xenograft-Modell mit der Prostatakrebs-Zelllinie 22Rv1, die eine niedrige PSMA-Expression aufweist, erreichte das von Actinium Pharmaceuticals entwickelte ATNM-400 in einer Monotherapie mit 40 μCi/kg eine Tumorwachstumshemmung (TGI) von 94,29 %. Im Vergleich dazu betrug die TGI von Novartis‘ 177Lu-PSMA-617 (Pluvicto) in einer Monotherapie mit 40 mCi/kg 5,12 %, während die Kombination dieser Dosis mit Enzalutamid 25 mg/kg/Tag eine TGI von 54,88 % erzielte.
In einer Vergleichsstudie mit ARPIs der zweiten Generation erreichte ATNM-400 mit 40 μCi/kg eine TGI von 94,3 % im 22Rv1-In-vivo-Modell, während Apalutamid (Erleada) von Johnson & Johnson mit 50 mg/kg/Tag eine TGI von 31,9 % und Darolutamid (Nubeqa) von Bayer mit 100 mg/kg/Tag eine TGI von 5,1 % erzielten. Bei der Kombination von ATNM-400 40 μCi/kg mit einem der ARPIs zeigten mindestens 57 % der tumortragenden Mäuse ein vollständiges Therapieansprechen.
Der Hauptautor der Studie, Sumit Mukherjee (M.Sc., Ph.D.), leitender Wissenschaftler und Leiter der In-vivo-Biologie bei Actinium Pharmaceuticals, sowie seine Kollegen wiesen darauf hin, dass ATNM-400 in Prostatakrebsmodellen, die gegen zugelassene ARPIs und PSMA-gerichtete Strahlentherapien resistent sind, eine überragende und anhaltende Antitumoraktivität aufweist. Die Forscher gaben an, dass der Wirkmechanismus des Medikaments – die Auslösung von α-Teilchen-vermittelten Doppelstrangbrüchen der DNA (dsDNA) und die anschließende Apoptose der Ziel-Tumorzellen – eine rationale Option zur Überwindung von Therapieresistenzen bei Prostatakrebs darstellen könnte. Das Team um Mukherjee ergänzte, dass ATNM-400 durch die gezielte Ansteuerung von Tumorproteinen, die mit Krankheitsprogression und Therapieresistenz assoziiert sind, eine mechanismusbasierte Strategie bietet, deren Wirkungsweise sich von PSMA-gerichteten und auf die Tumormikroumgebung abzielenden Ansätzen unterscheidet.
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