Volvo und Boliden schließen fast 700.000 Tonnen autonomen Transport im schwedischen Bergwerk Garpenberg ab
2026-06-05 09:18
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de.wedoany.com-Bericht: Volvo Autonomous Solutions (V.A.S.) und das schwedische Bergbauunternehmen Boliden AB haben im Bergwerk Garpenberg in der schwedischen Provinz Dalarna erfolgreich ein autonomes Transportprojekt abgeschlossen. Dabei wurden knapp 700.000 Tonnen Gesteinsfüllmaterial transportiert, mit über 11.000 Fahrzyklen und einer Gesamtstrecke von 56.000 Kilometern. Das Projekt stellt die erste Umsetzungsphase im Rahmen der im Jahr 2023 unterzeichneten Absichtserklärung dar. Das Material wurde von einem Steinbruch innerhalb des Bergwerks zur Tailings-Anlage transportiert, um dort einen lokalen Damm zu verstärken und zu erhöhen.

Volvo Autonomous Solutions wurde 2020 gegründet und ist ein Geschäftsbereich der Volvo Group, der sich auf die Entwicklung und Kommerzialisierung autonomer Transportlösungen spezialisiert hat. Boliden AB wurde 1924 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Stockholm, Schweden, und ist ein führender Metallproduzent in Nordeuropa. Das Unternehmen ist in den Bereichen Exploration, Bergbau, Verhüttung und Recycling tätig, beschäftigt rund 8.000 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 90 Milliarden Schwedischen Kronen. Es ist im Large-Cap-Segment der Nasdaq Stockholm notiert. Das Bergwerk Garpenberg ist eines der ältesten aktiven Bergwerke von Boliden; Bergbauaktivitäten lassen sich dort bis ins Jahr 400 n. Chr. zurückverfolgen. Im Jahr 2025 betrug die Erzverarbeitungsmenge rund 3,6 Millionen Tonnen, hauptsächlich zur Gewinnung von Zink-, Kupfer-, Blei-, Gold- und Silberkonzentraten.

Die im Bergwerk Garpenberg eingesetzte Lösung ist das Produkt Autona/earth von Volvo Autonomous Solutions für Bergwerke und Steinbrüche. Autona/earth kombiniert den für den Bergbau eingesetzten autonomen Volvo FH-Lkw mit dem von Volvo selbst entwickelten virtuellen Fahrer, Infrastruktur, Betriebsunterstützung und Wartungsdiensten, um den autonomen Transport zu ermöglichen. Die Lösung wird im Modell „Transport-as-a-Service" bereitgestellt, bei dem die autonome Technologie in den bestehenden Betrieb des Kunden integriert wird. Volvo Autonomous Solutions übernimmt dabei die Bewältigung der technischen Komplexität und der regulatorischen Anforderungen für die Implementierung.

Ingo Sturmer, Chief Technology Officer von Volvo Autonomous Solutions, erklärte, dass autonomer Transport dem Bergbau erhebliche Vorteile bringen könne, insbesondere indem Menschen von gefährlichen Umgebungen ferngehalten und die Betriebssicherheit sowie Effizienz gesteigert werden. Das Garpenberg-Projekt habe gezeigt, dass autonomer Transport unter realen Betriebsbedingungen und in der tatsächlichen Betriebsumgebung des Kunden skalierbar sei. Rikard Mäki, Leiter der Abteilung für Elektrifizierung und Automatisierung bei Boliden, zeigte sich erfreut über den Meilenstein von 700.000 Tonnen autonomem Transport in der Tailings-Anlage von Garpenberg und bekräftigte das Engagement für die Entwicklung eines weltweit führenden Bergbaubetriebs. Volvo gab an, dass der Abschluss des Projekts belege, dass autonomer Transport in bestimmten Bergbauanwendungen wettbewerbsfähig sei, und eine solide Grundlage für die weitere Zusammenarbeit beider Parteien gelegt habe.

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