de.wedoany.com-Bericht: Argentiniens größtes Öl- und Gasunternehmen, das staatlich kontrollierte YPF, strebt eine Umweltgenehmigung für sein La Escalonada-Projekt in der Vaca Muerta-Formation an. Die Tochtergesellschaft Vaca Muerta Inversiones (VMI) hat Pläne eingereicht, auf dem Block eine Rohölverarbeitungsanlage, eine Erdgasverdichtungsanlage sowie Zufahrtsstraßen zu errichten. Nach Angaben der Behörden der Provinz Neuquén ist eine Online-öffentliche Konsultation für den 13. Juli angesetzt.
Die Rohölverarbeitungsanlage ist für eine tägliche Kapazität von 78.600 Barrel Öl und 8.500 Kubikmetern Wasser ausgelegt, die Erdgasverdichtungsanlage für eine tägliche Kapazität von 4 Millionen Kubikmetern. Anfang des Jahres durchlief auf dem Block ein modulares Ölverarbeitungssystem mit einer Tageskapazität von 15.725 Barrel sowie das dazugehörige Zufahrtsstraßenprojekt ein ähnliches Verfahren. Die modulare Anlage ist für eine Erdgasverarbeitungskapazität von 1,25 Millionen Kubikmetern pro Tag und eine Wasserverarbeitungskapazität von 1.500 Kubikmetern pro Tag ausgelegt.
La Escalonada ist ein Ölblock im Norden von Vaca Muerta. Um das Produktionswachstum in dieser Region zu unterstützen, baut der Konzessionsinhaber Oldelval die 380 Millionen US-Dollar teure Duplicar Norte-Pipeline. Nach einem Asset-Tausch mit YPF hält Pluspetrol 44,4 % der Anteile an VMI. Laut Daten des lokalen Erdöl- und Erdgasinstituts IAPG vom März förderte La Escalonada in diesem Monat täglich 4.280 Barrel Öl und 250.000 Kubikmeter Erdgas.
Die Provinz Neuquén hat YPF kürzlich unkonventionelle Lizenzen für die Blöcke erteilt, die das Unternehmen durch den Asset-Tausch von Pluspetrol erhalten hatte. Die Provinz erklärte, dass diese Grundstücke – Aguada Villanueva Norte, Meseta Buena Esperanza I und II sowie Las Tacanas I und II – Teil der YPF-LNG-Strategie seien. Durch die Transaktion hält YPF 100 % der Anteile an diesen Grundstücken. Das geplante horizontale Bohrloch-Testprojekt hat ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 530 Millionen US-Dollar. Die Provinz Neuquén gab an, dass die Definition, der Umfang, der Fortschritt und der Überwachungsmechanismus des Projekts durch eine Absichtserklärung festgelegt werden, deren Umsetzung vom Infrastrukturministerium der Provinz überwacht und zertifiziert wird.
YPF plant gemeinsam mit den Partnern Eni und XRG ein LNG-Exportprojekt mit einer Jahreskapazität von 12 Millionen Tonnen, für das in diesem Jahr eine endgültige Investitionsentscheidung erwartet wird.
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