FHNW eröffnet neues HPC-Labor im Kanton Aargau
2026-06-05 09:37
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat ein neues Labor für Hochleistungsrechnen (HPC) eröffnet, das die Studierenden des Studiengangs „Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen“ unterstützen soll.

Das Labor befindet sich auf dem Campus Brugg-Windisch der FHNW im Kanton Aargau. Laut Informationen auf der FHNW-Website umfasst das HPC-System einen CPU-Cluster, der gemeinsam mit dem Astronomischen Institut der Universität Bern (AIUB) betrieben wird, sowie einen „modernen GPU-Cluster“ mit Nvidia H200 GPUs (verbunden über ein schnelles 400-Gbit/s-Netzwerk), zusätzlich zu GPUs wie der RTX A4500 und RTX 3080. Details zum Rechenzentrum, das den HPC-Cluster beherbergt, wurden noch nicht bekannt gegeben.

FHNW HPC-Cluster

In einer Erklärung vor der Eröffnung des Labors betonte die FHNW, dass die Studierenden wertvolle Erfahrungen mit einer realen, sich ständig weiterentwickelnden HPC-Umgebung sammeln können. Sie werden die ersten sein, die das Labor aktiv durch Projektarbeiten, praktische Kurse oder GPU-gestützte interaktive Umgebungen nutzen. Das Labor wird als ein Ort des Lernens und Experimentierens betrachtet, an dem Studierende den gesamten Stack vom Code bis zur Hardware auf einem realen System testen können. Die FHNW ergänzte, dass das neue HPC-Labor zur zentralen Lernumgebung für Studierende des Studiengangs „Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen“ wird. Die Einrichtung wird zudem spezialisierte Softwareumgebungen und skalierbare Speicherlösungen für Datenanalysen, Simulationen, maschinelles Lernen und KI-Anwendungsforschung umfassen.

Der neu ernannte Leiter des FHNW-HPC-Labors, Prof. Dr. Tomasz Kacprzak, erklärte, dass mehr Rechenleistung neue Erfindungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz vorantreiben werde. Mit diesem Labor strebe die FHNW an, ein zentraler Akteur im Technologietransfer in diesem Entwicklungsbereich zu werden.

Diese neue HPC-Einrichtung wird die Größe des kleinen Rechenzentrumsmarktes im Kanton Aargau erhöhen, der derzeit nur zwei von Green betriebene Einrichtungen sowie ein geplantes 480-MW-Rechenzentrum des Energieversorgers Flexbase umfasst. Laut ihrer Website bildet die FHNW an vier verschiedenen Standorten in der Schweiz insgesamt knapp 15.000 Studierende aus. Obwohl die Studierendenzahlen seit 2018 stetig gestiegen sind, verzeichnet die Hochschule laut SRF.ch derzeit ein strukturelles Defizit von 5 Millionen Schweizer Franken (etwa 6,32 Millionen US-Dollar). Aus diesem Grund hat die FHNW 40 Vollzeitstellen im Lehrbereich gestrichen.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com