de.wedoany.com-Bericht: Die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde des südaustralischen Mechanismus für zuverlässige Energieversorgung (FERM) wurden bekannt gegeben. Sechs Batteriespeichersysteme (BESS) mit langer Speicherdauer haben Vereinbarungen im Rahmen des Mechanismus für zuverlässige Energieversorgung (Firm Energy Reliability Mechanism Agreements, FERMAs) erhalten, mit einer Gesamtleistung von 1.334 MW/5.336 MWh. Diese Kapazität ist viermal so groß wie die erweiterte Hornsdale Power Reserve (HPR) mit 150 MW/193 MWh.
Das in Frankreich ansässige Unternehmen Neoen Australia erhielt zwei dieser Vereinbarungen für seine Goyder Battery-Projekte mit 600 MWh in der ersten und 600 MWh in der zweiten Phase. Die übrigen Vereinbarungen gingen an das 1 GWh Northern Battery-Projekt von Ampyr Energy aus Singapur, das 800 MW Tungkillo BESS-Projekt von Iberdrola aus Spanien, das 736 MWh Brinkworth BESS-Projekt von Akaysha Energy (einer Tochtergesellschaft von BlackRock aus Victoria) sowie das 400 MWh Dartmoor BESS-Projekt von ZEBRE mit Sitz in den USA.
Während prognostizierter LOR 2- und LOR 3-Ereignisse beträgt die zugesagte Ausgangsleistung dieser Projekte 517 MW/4.136 MWh, wobei die Anlagen mindestens acht Stunden lang kontinuierlich eingesetzt werden müssen. Bis November 2028 wird eine Ausgangsleistung von 3.000 MWh erwartet, bis November 2029 sollen weitere 1.136 MWh hinzukommen.

Nevenka Codevelle, CEO von ASL, erklärte, die Ausschreibung sei sehr wettbewerbsintensiv gewesen. Die Bewertung von ASL habe Projekte priorisiert, die einen klaren und glaubwürdigen Weg zur kommerziellen Inbetriebnahme, einen wesentlichen Beitrag zur Systemzuverlässigkeit und einen hohen Mehrwert für die südaustralischen Stromverbraucher aufweisen. Codevelle wies darauf hin, dass erneuerbare Energien derzeit über 70 % der Stromversorgung des Bundesstaates ausmachen und diese Projekte das Stromsystem durch zusätzliche zuverlässige, langfristig verfügbare Kapazitäten stärken werden.

Der südaustralische Premierminister Tom Koutsantonis erklärte, die Großhandelspreise im Bundesstaat seien zwar gesunken, doch der Mangel an stabiler Kapazität führe gelegentlich zu Preisspitzen für die Verbraucher. Diese Projekte würden die Batteriespeicherkapazität des Bundesstaates mehr als verdoppeln und lokale Investitionen von rund 2,2 Milliarden australischen Dollar (1,5 Milliarden US-Dollar) in neue Speicherprojekte unterstützen. Die Projekte würden den Beitrag der Batterien zur Erzeugungskapazität auf mehr als das Doppelte der Werte von Victoria, New South Wales und Queensland erhöhen. Die neu hinzugekommene Kapazität werde fast drei Viertel der historischen Spitzenlast Südaustraliens erreichen und damit alle anderen großen australischen Stromnetze übertreffen.
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