de.wedoany.com-Bericht: Die Anêmonas-Brücke (Ponte Anêmonas) in der Stadt Joinville im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina tritt am Freitag (5.) in die Phase des Einhebens von Riesen-Trägern ein. Die Brücke überspannt den Rio Itaum-Açú, das Budget beträgt rund 27 Millionen Real, und nach Fertigstellung wird sie direkt über 114.000 Einwohnern zugutekommen.

Der vorgefertigte Riesen-Träger für diesen Bauabschnitt wiegt knapp 16 Tonnen und ist etwa 20 Meter lang. Er wird von einem großen Kran auf der Seite des Stadtteils Guanabara eingehoben. Nachdem die ersten Bauteile auf der Seite der Anêmonas-Straße im Stadtteil Fátima montiert wurden, verlagert sich die Arbeit nun auf die Seite der Esteves Júnior-Straße im Stadtteil Guanabara.
Die Anêmonas-Brücke hat insgesamt 10 Pfeiler, die 9 Felder bilden. In der aktuellen Phase müssen 8 Riesen-Träger zwischen den Pfeilern 1 und 2 eingehoben werden. Diese Träger sind größer als die bereits installierten ersten Bauteile. Die zuvor zwischen den Pfeilern 9 und 10 installierten Bauteile waren 17,90 Meter lang und wogen etwa 13,95 Tonnen; die neu eingehobenen Riesen-Träger sind 19,90 Meter lang und haben ein geschätztes Gewicht von 15,5 Tonnen. Für das gesamte Projekt werden 72 vorgefertigte Längsträger aus Stahlbeton verwendet, davon 40 mit einer Länge von 19,90 Metern, 16 mit 16,90 Metern und weitere 16 mit 17,90 Metern.
Die Logistik des Einhebens ist relativ komplex. Der Transport beginnt am Morgen auf dem Fertigteil-Lagerplatz hinter der Arena Joinville, wo die Träger mit einem Kran auf Lastwagen verladen werden. Die Route führt über die Harald-Karmann-Brücke zur Guanabara- und Esteves-Júnior-Straße, wobei der Transport in Etappen erfolgt: Zuerst wird ein Träger transportiert, dann dreimal jeweils zwei Träger, und beim letzten Mal wieder ein Träger. Der Transport wird von der Verkehrsbehörde begleitet, die temporäre Straßensperrungen und Fahrzeuglenkung vornimmt. Die Arbeiten sind auf den Feiertag Fronleichnam und Zeiten mit geringerem Verkehrsaufkommen gelegt.
Vor Ort werden die Riesen-Träger von den Lastwagen abgeladen und von einem großen Kran an die vorgesehene Position zwischen den Pfeilern 1 und 2 gehoben.
Die Anêmonas-Brücke ist eine Stahlbetonkonstruktion, etwa 200 Meter lang und 14 Meter breit, mit zwei Fahrspuren, beidseitigen Gehwegen und einem Radweg. Die Brücke verbindet die Anêmonas-Straße im Stadtteil Fátima mit der Esteves-Júnior-Straße im Stadtteil Guanabara und kommt direkt über 114.000 Einwohnern der Stadtteile Guanabara, Fátima, Adhemar Garcia, Jarivatuba, Itaum und Paranaguamirim zugute. Sie verbessert zudem den Verkehr in der gesamten Stadt. Durch die Verbindung des Südostens mit dem Zentrum soll das Projekt den Verkehrsstau verringern und den öffentlichen Nahverkehr erleichtern.

Vor der Montage der Träger wurden bereits die Pfahlgründungen (aufgrund des sumpfigen Geländes war Spezialausrüstung erforderlich) sowie die Fundamentsockel und Querträger errichtet. Die von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (BID) finanzierte Anêmonas-Brücke mit einem Budget von rund 27 Millionen Real wird in späteren Phasen unter anderem den Fahrbahnbelag erhalten. Das Fertigstellungsdatum steht noch nicht fest, es wird jedoch erwartet, dass die Arbeiten in den kommenden Monaten abgeschlossen werden.

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