de.wedoany.com-Bericht: Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) hat ein Finanzierungspaket unterzeichnet, das den Bau eines 32-Megawatt-Solar-Photovoltaikkraftwerks in Griechenland unterstützt. Dieses soll die Produktionsanlagen von Hellenic Halyvourgia, einem der größten Stahlproduzenten auf dem Balkan, mit erneuerbarem Strom versorgen. Das Projekt ist ein wichtiger Schritt zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen im griechischen Industriesektor und steigert gleichzeitig die langfristige Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Stahlproduktion.

Das Finanzierungspaket beläuft sich auf insgesamt 18,9 Millionen Euro und kombiniert verschiedene Finanzierungsquellen. Die EBRD stellt ein Darlehen in Höhe von 5,7 Millionen Euro bereit, weitere 9,4 Millionen Euro stammen als Darlehen aus der Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) über die griechischen Behörden. Hellenic Halyvourgia finanziert die verbleibenden 3,8 Millionen Euro aus eigenen Mitteln.
Die Finanzierungsvereinbarung wurde im Rahmen des griechischen RRF-Kofinanzierungsrahmens der EBRD unterzeichnet, der Teil des nationalen Aufbau- und Resilienzplans „Griechenland 2.0" ist. Diese Initiative wird durch das NextGenerationEU-Programm der EU unterstützt. Nach der Inbetriebnahme wird das Solarkraftwerk die Produktionsanlagen von Hellenic Halyvourgia direkt mit erneuerbarem Strom versorgen.
Das Projekt wird voraussichtlich etwa 20 % des Strombedarfs des Stahlproduzenten decken und dessen Risiko durch Energiepreisschwankungen erheblich verringern. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen wird das Projekt voraussichtlich jährlich mehr als 22.000 Tonnen CO₂-Emissionen einsparen.
Die Stahlindustrie ist eine energieintensive Fertigungsbranche und steht daher im Fokus der europäischen Dekarbonisierungsbemühungen. Durch die Integration erneuerbarer Energien in den Betrieb reduziert Hellenic Halyvourgia die Umweltauswirkungen der Stahlproduktion, während das Unternehmen seine Position als wichtiger industrieller Arbeitgeber und Lieferant in der Region behält.
Das Projekt unterstützt zudem die nationalen Energie- und Klimaziele Griechenlands, indem es die Nutzung erneuerbarer Energien in der Schwerindustrie erhöht. Gleichzeitig trägt es zur Umsetzung des nationalen Aufbau- und Resilienzplans bei, der darauf abzielt, nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Einführung sauberer Technologien zu beschleunigen.
Das Mandat der EBRD in Griechenland endete offiziell am 31. Dezember 2025, jedoch unterzeichnet die Bank weiterhin Projekte, die vor diesem Datum genehmigt wurden, und verwaltet weiterhin ihr bestehendes Portfolio in Griechenland. Im Laufe der Jahre hat sich die EBRD zu einem der bedeutendsten institutionellen Investoren in Griechenland entwickelt und in verschiedenen Bereichen Finanzierungen in Höhe von über 8,9 Milliarden Euro bereitgestellt.
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