Indiens erneuerbare Energien erreichen 260 Gigawatt – Handelsgespräche mit 12 Ländern vorangetrieben
2026-06-06 14:21
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de.wedoany.com-Bericht: Der indische Minister für Handel und Industrie, Shri Piyush Goyal, erklärte bei einem Dialog zum Thema „Stärkung der Widerstandsfähigkeit durch Klimawandel“ in Neu-Delhi, dass Indien zu einem globalen Vorreiter im Klimaschutz geworden sei, seine nationalen Selbstverpflichtungen (NDCs) stark umsetze und die Kapazitäten erneuerbarer Energien rasant ausbaue. Gleichzeitig gab er bekannt, dass Indien mit einem Dutzend Ländern und Regionen Gespräche über Handels- und Wirtschaftspartnerschaften führe.

Goyal wies darauf hin, dass Indien bei der Erfüllung seiner NDCs zu den besten G20-Staaten zähle, durchgängig unter den ersten ein bis drei Plätzen liege und seine Ziele für erneuerbare Energien acht Jahre früher als geplant erreicht habe. Die installierte Kapazität betrage derzeit 260 Gigawatt. Er erinnerte daran, dass die Regierung bei ihrem Amtsantritt 2014 einen Plan für Solarenergie mit einem Ziel von 20 Gigawatt innerhalb von neun bis zehn Jahren vorgefunden habe. Unter der Führung von Premierminister Shri Narendra Modi sei das Ziel auf 100 Gigawatt erhöht und termingerecht erreicht worden. Das aktuelle Ziel Indiens sei es, bis 2030 eine installierte Kapazität von 500 Gigawatt aus sauberen Energien zu erreichen. Er erwähnte zudem umfangreiche Planungsarbeiten der Regierung, darunter rund 29 Studien zu Szenarien erneuerbarer Energien, um Entscheidungen zu Infrastruktur und Kapazitäten zu leiten.

Im Bereich Netzausbau betonte Goyal die strukturellen Reformen im Rahmen der Vision „Eine Nation, ein Netz“. Er erklärte, Indien habe durch die Integration zuvor isoliert betriebener regionaler Stromnetze ein einheitliches nationales Netz geschaffen. Dadurch sei das Problem gelöst worden, dass die Strompreise in der Spitzenlastzeit im Süden bis zu 12 Rupien pro Einheit betrugen, während in anderen Regionen Strom ungenutzt blieb. Nach der Netzintegration seien die Stromkosten auf etwa 2,5 bis 3 Rupien pro Einheit gesunken, und die Auslastung der Erzeugungskapazitäten habe sich verbessert. Er wies auch auf den massiven Ausbau der Übertragungsinfrastruktur und die Wiederaufnahme gestoppter Stromprojekte hin.

Mit Blick auf die Handelspartnerschaften erklärte Goyal, Indien führe aktive Gespräche mit zwölf Ländern und Regionen, darunter Peru, Chile, Kanada, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien, Südafrika und seine Nachbargebiete, Brasilien und seine Nachbargebiete, Russland und die eurasische Region sowie Israel. Er ist der Ansicht, dass die Welt Indiens Wachstumsgeschichte anerkannt habe und die Öffnung globaler Märkte für indische Unternehmen von entscheidender Bedeutung sei.

Goyal stellte auch den Wandel Indiens im Bereich energieeffiziente Beleuchtung vor. Durch den Wegfall von Subventionen und den Einsatz datengestützter Methoden sei Indien innerhalb von drei Jahren von traditionellen Beleuchtungssystemen auf landesweite LED-Beleuchtung umgestiegen – der schnellste derartige Wandel weltweit, der zu erheblichen Energie- und Kohlenstoffeinsparungen geführt habe.

In seiner Rede stellte Goyal zudem das Climate Resilience Analysis and Visualization Intelligent System (CRAVIS) vor, das vom Council on Energy, Environment and Water (CEEW) entwickelt wurde. Es handelt sich um eine KI-gestützte Klima-Smart-Plattform, die historische Daten von über 40 Jahren mit Prognosen bis 2070 kombiniert und eine Analyse von 279 Indikatoren auf Bezirksebene ermöglicht. Die Plattform integriert Datensätze von Institutionen wie dem Indischen Meteorologischen Dienst (IMD) und dem Indischen Institut für Tropenmeteorologie (IITM Pune) und unterstützt Entscheidungsfindungen über Karten, Dashboards und Abfragen in natürlicher Sprache.

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