Schwedisches Unternehmen Blykalla beantragt staatliche Beihilfe für 330-MW-SMR-Kraftwerk
2026-06-06 14:48
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de.wedoany.com-Bericht: Das schwedische Unternehmen für fortschrittliche Kernenergie Blykalla hat im Rahmen des neuen Finanzierungsmodells des Landes einen Antrag auf staatliche Beihilfe für den Bau des Small Modular Reactor (SMR)-Kraftwerks Norrsundet eingereicht. Das Kraftwerk ist mit einer installierten Gesamtleistung von bis zu 330 Megawatt elektrisch geplant und soll eine jährliche Stromerzeugung von 2,76 Terawattstunden erreichen, was etwa 13 % des schwedischen Ziels entspricht, bis 2035 neue Kernkraftkapazitäten von 2.500 Megawatt zu schaffen. Vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen und einer endgültigen Investitionsentscheidung könnte die Anlage in der ersten Hälfte der 2030er Jahre in Betrieb gehen.

Blykalla beantragt staatliche Beihilfe für Small Modular Reactor (SMR)-Kraftwerk

Der Antrag von Blykalla ist der erste Antrag für fortschrittliche Kernenergie im Rahmen des neuen schwedischen Finanzierungsmodells. Dieses Modell, das am 1. August letzten Jahres in Kraft trat, umfasst drei Instrumente: staatliche Darlehen, Differenzverträge (CFD) sowie einen Risiko- und Gewinnbeteiligungsmechanismus. Die spezifischen Parameter wie Zinssätze, Ausübungspreise und Vertragslaufzeiten müssen für jedes Projekt individuell ausgehandelt und von der Europäischen Kommission genehmigt werden. Jacob Stedman, CEO von Blykalla, erklärte, der Antrag sei ein wichtiger Meilenstein für den Bau der sauberen Grundlast, die Schweden benötige. Das neue Finanzierungsmodell ziele darauf ab, das Unternehmen bei der Planung und dem Bau eines fortschrittlichen Kernreaktor-Parks zu unterstützen, um den schnell wachsenden Strombedarf Schwedens zu decken, der durch die Elektrifizierung der Industrie und die zunehmende Abhängigkeit von digitaler Infrastruktur verursacht wird.

Der nächste Schritt im Finanzierungsprozess sind Verhandlungen mit der schwedischen Regierung über die Parameter des Finanzierungsmodells. Gleichzeitig laufen parallel die Genehmigungsverfahren nach dem Umweltgesetzbuch und dem Nukleartechnologiegesetz, und es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gävle. Der Finanzmarktminister Niklas Wykman erklärte, der Eingang eines weiteren Antrags für den Bau neuer Kernkraft zeige, dass das staatlich unterstützte Finanzierungsmodell gut funktioniere. Durch neue Kernkraft könne Schweden mit stabiler, fossilerfreier Grundlast versorgt werden.

Der Antrag wird vom Sekretariat für neue Kernkraftfinanzierung im Finanzministerium vorbereitet. Das Finanzministerium erklärte, der Antrag bedeute, dass die Regierung mit der Vorbereitung einer Unterstützungsentscheidung beginnen könne. Der Prozess umfasst Verhandlungen zwischen der Regierung und dem Unternehmen über die Bedingungen und den Umfang der Unterstützung. Anschließend wird ein fortlaufender Dialog mit der Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission zu einer formellen Prüfung führen, ob die Unterstützungsmaßnahmen mit den EU-Beihilfevorschriften vereinbar sind. Blykalla, ehemals LeadCold, ist ein Spin-off der Königlich Technischen Hochschule Stockholm (KTH Royal Institute of Technology), die seit 1996 an bleigekühlten Reaktorsystemen forscht. Das 2013 gegründete Unternehmen entwickelt den SEALER (Swedish Advanced Lead Cooled Reactor). Die schwedische Regierung veröffentlichte im November 2023 eine Roadmap, die vorsieht, bis 2035 neue Kernkraftkapazitäten zu schaffen, die mindestens zwei großen Reaktoren entsprechen, und bis 2045 Kapazitäten zu installieren, die bis zu zehn großen Reaktoren entsprechen.

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