de.wedoany.com-Bericht: Deutschland – In Potsdam haben die Bohrungen für das zweite Geothermie-Heizwerk offiziell begonnen. Die Energie und Wasser Potsdam (EWP) und das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geowissenschaften markierten gemeinsam den Start der Bohrarbeiten. Das Projekt befindet sich auf dem Gelände des Heizkraftwerks Süd im Südosten Potsdams. Bis 2027 sollen mehrere Tiefbohrungen niedergebracht werden, um geothermische Ressourcen für die Fernwärmeversorgung zu erschließen.

Das GFZ berät das Geothermieprojekt auf Grundlage der seit 2020 bestehenden Partnerschaft mit der EWP durch Laboruntersuchungen und Modellierungen wissenschaftlich. Die endgültige Tiefe der Bohrungen hängt von den unterirdischen Gegebenheiten ab; Ziel ist die Erschließung durchlässiger Gesteinsschichten, die ausreichend heißes Wasser für eine nachhaltige Wärmeentnahme enthalten. Zuvor hatte die EWP ihr erstes Geothermieprojekt an der Heinrich-Mann-Allee abgeschlossen, das dem Potsdamer Fernwärmenetz eine thermische Leistung von über 4 Megawatt zuführt – genug, um den Heizbedarf von rund 6.000 Haushalten zu decken.
Die Stadt Potsdam plant, ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 % zu reduzieren. Die Geothermie wird als Schlüssel zur Erreichung dieses Ziels angesehen. Die EWP treibt die Umstellung der Wärmeversorgung von Erdgas auf Geothermie voran; die künftigen Gesamtinvestitionen werden auf bis zu 1,3 Milliarden Euro geschätzt. Das nun gestartete Geothermieprojekt ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewendestrategie der Stadt Potsdam.










