de.wedoany.com-Bericht: Narayana Prasad, CEO von Triveni Turbine, gab kürzlich ein exklusives Interview zu den technologischen Entwicklungslinien und Marktstrategien des Unternehmens in den Bereichen flexibler Betrieb von Dampfturbinen, Brennstoffkompatibilität und digitale Transformation.
Um den Anforderungen an den flexiblen Betrieb von Dampfturbinen gerecht zu werden, begegnet Triveni den Herausforderungen durch niedrige Last, schnelle Lastwechsel und zyklischen Betrieb mittels Integration fortschrittlicher Aerodynamik, Strukturmechanik, modularer Hardware und intelligenter Regelung. Bei niedrigen Lasten kann der Niederdruckteil (ND) aufgrund geringer Dampfströme zu Reibungserwärmung, Strömungsabriss und Rückströmung führen, was extreme thermische Spannungen, Schaufelschwingungen und Ermüdung verursacht. Daher hat das Unternehmen in Kombination mit fortschrittlicher Aerodynamik- und Strukturmechanikforschung sowie interner Testvalidierung eine fortschrittliche ND-Schaufelreihe entwickelt, um diese Risiken zu mindern. Das Design verwendet eine effiziente Dampfwegauslegung; optimierte Schaufeln verbessern die Leistung über einen weiten Lastbereich, glätten die Wirkungsgradkennlinie und begrenzen den Wärmeverbrauchsnachteil bei Teillast. Fortschrittliche Dampfeinlasstechniken wie Teillichtbogeneinlass und optimierte Ventilsteuerung reduzieren Drosselverluste, verbessern das Lastwechselverhalten und begrenzen thermische Schwankungen. Die modulare Turbinenarchitektur ermöglicht schnellere Starts, reduziert die thermische Masse und kann die Integration von Gegendruckturbinen zur Energierückgewinnung ermöglichen. Durch Materialauswahl, dynamische Validierung und digitale Modellierung thermischer und mechanischer Spannungen wird die Lebensdauerbeständigkeit erhöht. Regelungsintegrationsstrategien wie Lastwechselformung und Spannungsüberwachung reduzieren Ermüdung und verhindern Schäden durch thermische Transienten.
Hinsichtlich der Roadmap für die Mitverbrennung von Wasserstoff und Biomasse betont Triveni, dass der Fokus nicht auf dem Brennstoffwechsel innerhalb der Turbine liegt, sondern auf dem Aufbau eines flexiblen, kohlenstoffarmen Dampferzeugungs-Ökosystems. Im Biomassebereich verfügt das Unternehmen bereits über Fähigkeiten für Kraft-Wärme-Kopplungs- (KWK) und Fernwärmesysteme unter Verwendung von Bagasse und landwirtschaftlichen Abfällen. Der Umrüstungspfad für fossile Kraftwerke umfasst die Umstellung von Kesseln auf Biomassebefeuerung, die Anpassung von Dampfparametern und Turbinen-Upgrades. In Bezug auf die Wasserstoffbereitschaft stellt das Unternehmen sicher, dass die Turbinen mit variablen Dampfbedingungen und schnelleren Laständerungen kompatibel sind und Hybridsysteme unterstützen, die erneuerbare Energien, Energiespeicher und Abwärmerückgewinnung umfassen. Durch das Triveni REFURB-Geschäft angebotene Modernisierungsstrategien können die Lebensdauer der Anlagen verlängern, die Effizienz steigern und die Betriebsflexibilität verbessern. Investitionen in CO₂-Wärmepumpen und Abwärmerückgewinnung dienen ebenfalls der Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Im Bereich der KI-gestützten Regelungssysteme realisiert Triveni durch die Integration dichter Sensornetzwerke, Echtzeitanalysen und maschineller Lernmodelle eine Fernüberwachung und intelligente Regelung im geschlossenen Regelkreis. Die KI verarbeitet große Mengen an Flottendaten, die thermische Leistung, mechanischen Gesundheitszustand und Betriebsbedingungen umfassen, und erstellt digitale Zwillinge, um das Verhalten der Turbine unter verschiedenen Lasten zu simulieren. Diese Technologie kann frühe Fehlermerkmale – wie Unwucht, Verschleiß oder Verschmutzung – Wochen vor dem Auftreten eines Ausfalls erkennen und ermöglicht eine zustandsbasierte Wartung, die die Wartungskosten typischerweise um 25 % bis 30 % senkt. Gleichzeitig verbessert die KI die Brennstoffeffizienz durch Echtzeitoptimierung des Wärmeverbrauchs, adaptive Ventilsteuerung und dynamisches Dampfmanagement, was bei Teillastbetrieb, Lastwechseln und zyklischem Betrieb typischerweise eine Effizienzsteigerung von 1 % bis 3 % ermöglicht.
In Bezug auf lokale Fertigung und Service betreibt Triveni zwei moderne Werke in Bangalore (Peenya und Sompura) mit einer Jahresproduktion von über 350 Turbinen. Durch Kapazitätserweiterung und fortschrittliche Fertigungstechnologien erhöht das Unternehmen den Lokalisierungsgrad kritischer Komponenten wie Rotoren, Schaufeln und Steuerungssysteme und stärkt so die Lieferkettenresilienz und Preiskonkurrenzfähigkeit. Das Unternehmen legt großen Wert auf Lieferantenentwicklungsprogramme. Kontinuierliche F&E-Investitionen und über 400 Patentanmeldungen unterstützen die heimische Technologie, unterstützt durch die Zusammenarbeit mit dem Indian Institute of Science (IISc). Der Anteil der Serviceeinnahmen beträgt über 30 %. Marktstrategisch konzentriert sich das Unternehmen auf erneuerbare Energien und dezentrale Stromerzeugung wie Biomasse, Müllverbrennung, Geothermie und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und erschließt gleichzeitig globale Märkte, wobei Exporte fast die Hälfte der Einnahmen ausmachen. Das Unternehmen diversifiziert in neue Technologiebereiche wie CO₂-Energiespeicherung, MVR (Mechanische Brüdenverdichtung) und Wärmepumpen und erweitert die Turbinenkapazität, um größere Industriebereiche zu bedienen.
Sprecher: Narayana Prasad, CEO der Triveni Turbine Ltd.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









