Internationale Konferenz zur Bekämpfung invasiver Arten am Allrussischen Pflanzenquarantäne-Zentrum Russlands
2026-06-08 09:38
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de.wedoany.com-Bericht: Das dem Föderalen Dienst für veterinär- und pflanzenschutzrechtliche Überwachung unterstellte Allrussische Pflanzenquarantäne-Zentrum (ФГБУ «ВНИИКР» Россельхознадзора) hat kürzlich eine internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz zur Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten abgehalten. Die Konferenzmaterialien wurden auf der Website der Zeitschrift „Phytosanität. Pflanzenquarantäne“ („Фитосанитария. Карантин растений“) veröffentlicht.

Foto des Pressedienstes des Föderalen Dienstes für veterinär- und pflanzenschutzrechtliche Überwachung Russlands

Invasive gebietsfremde Arten sind Organismen – darunter Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen –, die durch den Menschen in neue Lebensräume eingeschleppt werden, sich dort erfolgreich ansiedeln, vermehren und aktiv ausbreiten, wodurch sie lokale Ökosysteme, die Wirtschaft oder die menschliche Gesundheit schädigen.

Nicht alle gebietsfremden Arten werden zu invasiven Arten. Einige können in der neuen Umgebung nicht überleben oder finden in der Nahrungskette keinen Platz. Diejenigen, die erfolgreich überleben, können eine ernsthafte Bedrohung für die heimische Ökologie darstellen. Invasive Arten verdrängen lokale Arten, führen zu deren Aussterben, schädigen land- und forstwirtschaftliche Kulturen, zerstören Infrastruktur, verändern Ökosysteme und stören natürliche Prozesse. Darüber hinaus können sie als Überträger von Krankheiten dienen, Allergien oder Verbrennungen verursachen.

Der Mensch ist der Hauptverantwortliche für die Verbreitung invasiver Arten. Am häufigsten gelangen invasive Arten durch gezielte menschliche Einführung als Zier- oder Futterpflanzen in neue Gebiete, was eine Folge der Globalisierung des internationalen Handels ist. Gleichzeitig gibt es auch unbeabsichtigte Einführungen, beispielsweise wenn Samen und Sporen an Kleidung, Schuhsohlen, Autoreifen oder Tierfellen haften bleiben; Schädlinge mit Holz, Verpackungsmaterial, landwirtschaftlichen Erzeugnissen oder Transportmitteln verbreitet werden; oder Meeresorganismen durch Ballastwasser von Schiffen über weite Entfernungen transportiert werden.

Die Bekämpfung invasiver Arten ist eine systemische Aufgabe, die ein gemeinsames Engagement auf verschiedenen Ebenen erfordert. Prävention und Verhinderung gelten als die wirksamsten und kostengünstigsten Methoden. Zu den konkreten Maßnahmen gehören: die Entwicklung und Einhaltung von Rechtsvorschriften zur Ein- und Ausfuhr von Arten, die Kontrolle von Waren, Transportmitteln und Reisegepäck; die regelmäßige Überwachung von Gebieten, um invasive Arten in einem frühen Ausbreitungsstadium zu entdecken; sofortige Maßnahmen zur Ausrottung oder lokalen Eindämmung neu entdeckter invasiver Arten, wobei die mechanische Beseitigung oft die wirksamste Methode ist; einige Länder setzen bereits Roboter und Drohnen zur Überwachung und gezielten Bekämpfung von Schädlingen ein. Die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Gefahren und Risiken invasiver Arten sowie die Bevorzugung einheimischer Pflanzen bei der Begrünung sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Bekämpfungsarbeit.

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