de.wedoany.com-Bericht: Die Medizinstudentin Seline Rasheed und ihre Kollegen von der Lueur Beauty Clinic in Dubai beschreiben in einem Fallbericht die Diagnose und Behandlung eines Gefäßverschlusses nach einer Dermalfiller-Injektion und bieten damit eine Referenz für die sichere Praxis in der ästhetischen Medizin.
Eine Patientin suchte die Notaufnahme eines Krankenhauses in Dubai auf, nachdem sie nach Injektionen von Hyaluronsäure-Fillern in die Nasolabialfalten und die Oberlippe Schwellungen, Blässe und Hautverfärbungen entwickelt hatte. Die Patientin erhielt insgesamt 0,6 mL Hyaluronsäure-Filler. Nach der Injektion von 0,1 mL in die linke Nasolabialfalte bemerkte der Arzt zunächst eine lokale Blässe, betrachtete diese jedoch als normale Reaktion und setzte die Injektion fort. Die Krankengeschichte der Patientin, ihre Familien-, Sozial-, Substanzkonsum-, Reise- und Allergieanamnese waren unauffällig.
Die Vitalzeichen bei der Aufnahme zeigten, dass Atemfrequenz, Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung der Raumluft und Körpertemperatur der Patientin im normalen Bereich lagen. Inspektion, Auskultation, Palpation und Perkussion bestätigten die Befunde der Anamnese, während eine verlängerte kapilläre Wiederauffüllungszeit von über 3 Sekunden und eine Verfärbung der Wangenschleimhaut auf eine Gewebeischämie hindeuteten.
Bei Verdacht auf einen Gefäßverschluss wurde eine Doppler-Sonographie durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten einen verminderten Doppler-Fluss im betroffenen Bereich und fehlende Perforatorgefäße. Es bestanden Minderperfusionen im linken Wangenbereich, der linken Nasolabialfalte und der linken Oberlippe, mit Verschluss der Angulararterie und der Oberlippenarterie. In der linken Nasolabialfalte und der Oberlippe fanden sich echoarme Hyaluronsäure-Ablagerungen, die die lokalen Gefäße komprimierten.
Die Behandlung umfasste die ultraschallgesteuerte Injektion von Hyaluronidase in die betroffenen Bereiche. Nach einem Allergietest wurden insgesamt 1560 IE Hyaluronidase in zwei Zyklen verabreicht: 960 IE in die linke Nasolabialfalte, 450 IE in die linke Oberlippe und 150 IE in den linken Wangenbereich. Begleitend wurden topisches Nitroglycerin-Spray und sanfte Gesichtsmassagen eingesetzt, um die Gewebereperfusion zu fördern.
Innerhalb eines Monats waren die Symptome der Patientin vollständig verschwunden, ohne dass dauerhafte Hautschäden auftraten.
Die Autoren des Fallberichts weisen darauf hin, dass dieser Fall die Bedeutung der Überwachung nach der Injektion und die Notwendigkeit schnellen und effektiven Handelns bei Verdacht auf Gefäßschäden unterstreicht. Sie empfehlen, die Ultraschall-Nachsorge in die Routineabläufe der ästhetischen Medizin zu integrieren, um die Sicherheit und Genauigkeit von Filler-Injektionen zu verbessern.
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