de.wedoany.com-Bericht: Der britische Premierminister Sir Keir Starmer betonte in seiner Eröffnungsrede zur London Tech Week 2026 das transformative Potenzial der Künstlichen Intelligenz für die britische Wirtschaft, warnte jedoch gleichzeitig Technologieunternehmen, dass sie den Schutz von Kindern im Internet verstärken müssten, andernfalls werde die Regierung gesetzgeberisch eingreifen.

In seiner Rede zeichnete Starmer eine von Künstlicher Intelligenz angetriebene „hoffnungsvolle" Zukunft, erklärte, die Regierung werde sich technologischen Veränderungen nicht völlig verweigern, noch alle regulatorischen Hürden beseitigen, sondern einen dritten Weg wählen: Unternehmen unterstützen, Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft von morgen gestalten. Als Beispiel für das transformative Potenzial dieser Technologie in Großbritannien nannte er eine ehemalige Seifenfabrik in Warrington, die in ein KI-Rechenzentrum umgewandelt wurde.
Starmer wies darauf hin, dass in diesem Jahr die Hälfte aller europäischen Technologieinvestitionen nach Großbritannien geflossen sei und das Land die Voraussetzungen habe, diese Revolution anzuführen. Am Ende seiner Rede kündigte er ein neues KI-gestütztes Tool zur Jobsuche an, das Nutzern helfe, Arbeit zu finden, Lebensläufe zu erstellen und wieder ins Berufsleben einzusteigen. Gleichzeitig stellte er eine neue Strategie zur Entwicklung souveräner Rechenkapazitäten vor, die unter anderem das Versprechen umfasst, spezielle KI-Chips im Wert von über 400 Millionen Pfund zu kaufen.
Doch Starmer richtete auch eine strenge Warnung an die Technologiegiganten: Sie täten nicht genug im Bereich des Kinderschutzes, etwa bei der Bekämpfung der Verbreitung von Nacktbildern. Er forderte die in Großbritannien tätigen Technologieunternehmen auf, Gerätesteuerungsfunktionen einzuführen, um zu verhindern, dass Kinder explizite Bilder senden und empfangen, und machte deutlich, dass die Regierung die Gesetze ändern werde, wenn die Unternehmen nicht handelten. Starmer bezog sich auch auf den Streit zwischen der britischen Regierung und der KI-Plattform Grok von X, die kritisiert wurde, weil sie Nutzern erlaubt, explizite KI-Bilder zu erstellen. Er betonte, dass die Geschwindigkeit des technologischen Wandels keine Ausrede dafür sein dürfe, schutzbedürftige Gruppen zu verletzen, und die Regierung bei Fragen der Kindersicherheit schnell und entschlossen handeln werde.

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