de.wedoany.com-Bericht: Der deutsche Energieversorger RWE hat kürzlich den Ausbau des Windparks Wiedenfelder Höhe im rheinischen Braunkohlerevier abgeschlossen. Drei neue Windkraftanlagen sind in Bergheim in Betrieb gegangen. Die einzelnen Anlagen haben eine Leistung von 5,7 Megawatt, insgesamt kommen 17,1 Megawatt hinzu. Das Projekt nutzt das rekultivierte Abraumgelände des ehemaligen Tagebaus Fortuna-Garsdorf.
Der Windpark Wiedenfelder Höhe hatte ursprünglich eine installierte Leistung von 13,2 Megawatt und wurde 2017 in Betrieb genommen. Nach dem Ausbau beträgt die Gesamtleistung des Windparks nun 30,3 Megawatt. Das rheinische Braunkohlerevier, in dem das Projekt liegt, war lange Zeit durch Kohleabbau und Kohleverstromung als Grundlage der Energieindustrie geprägt. Mit der Energiewende in Deutschland wird die Wiedernutzung rekultivierter Flächen zu einem wichtigen Hebel für den Wandel vor Ort. RWE hat sich dafür entschieden, auf dem Abraumgelände des ehemaligen Tagebaus zusätzliche Windkraftkapazitäten zu errichten und so die Rekultivierung des Tagebaus, die Flächenentwicklung und den Bau erneuerbarer Energien miteinander zu verbinden. Dadurch können die Industrieflächen, die einst der fossilen Energiegewinnung dienten, weiterhin die Stromversorgung übernehmen. Nach der Inbetriebnahme wird der neue Windstrom direkt in das lokale Stromnetz eingespeist, die Region mit mehr lokal erzeugtem sauberem Strom versorgt und bietet ein reales Beispiel dafür, wie traditionelle Energiebasen in Deutschland im Zuge des Strukturwandels ihre energieproduzierende Funktion bewahren können.
Das rheinische Braunkohlerevier ist eine der repräsentativsten Strukturwandelregionen der deutschen Energiewende. Nach dem Ausstieg aus der Braunkohleverstromung muss die Region nicht nur die Renaturierung der Bergbauflächen, die Transformation der Arbeitsplätze und die Wiedernutzung der Infrastruktur bewältigen, sondern auch neue Projekte für erneuerbare Energien aufnehmen. Der Wert des Windparkausbaus liegt nicht nur in den zusätzlichen 17,1 Megawatt installierter Leistung, sondern vor allem darin, dass er belegt, dass rekultivierte Tagebauflächen weiterhin als Energieanlagen am Aufbau des Stromsystems teilnehmen können. Im Vergleich zu neu erschlossenen Flächen verfügen rekultivierte Abraumhalden in der Regel bereits über eine gewisse industrielle Basis, Straßenanbindung und Stromanschlussmöglichkeiten. Allerdings erfordern sie auch eine sorgfältigere technische Planung in Bezug auf Fundamentstabilität, ökologische Renaturierung, Lärmkontrolle, Abstimmung mit der Gemeinde und langfristigen Betrieb. RWE gibt an, dass das Unternehmen derzeit im rheinischen Braunkohlerevier Windkraftprojekte mit einer geplanten Gesamtleistung von 74 Megawatt realisiert. Die bereits installierte Windkraftkapazität in der Region beträgt 267 Megawatt. Dies zeigt, dass die Energieanlagen in den traditionellen Kohleregionen schrittweise auf eine Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und flexiblen Stromversorgungseinrichtungen umgestellt werden.
Der Schwerpunkt des Projekts wird in Zukunft auf dem stabilen Betrieb, den Stromeinnahmen und den lokalen Beteiligungsmechanismen liegen. RWE zufolge wird das Unternehmen für den von den neuen Anlagen in Wiedenfelder Höhe erzeugten Strom eine Gewinnbeteiligung von 0,2 Cent pro Kilowattstunde an die umliegenden Gemeinden zahlen. Für das rheinische Braunkohlerevier tragen solche Projekte dazu bei, dass lokale Regierungen und Gemeinden direktere Einnahmen aus der Energiewende erzielen können. Sie dienen auch als Referenz für die künftige Errichtung weiterer Anlagen für saubere Energie auf stillgelegten Tagebauflächen, rekultivierten Standorten und Industriebrachen.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









