2-MW-Solar- und Batteriespeicher-Mikronetz auf Stewart Island, Neuseeland, geht in Bau
2026-06-09 14:58
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de.wedoany.com-Bericht: Das Solar- und Batteriespeicherprojekt auf Stewart Island/Rakiura in Neuseeland ist kürzlich in die Bauphase eingetreten. Das Projekt umfasst den Bau eines 2-MW-Solarkraftwerks mit einem 4-MW-Batteriespeichersystem, um die Abhängigkeit von Dieselstrom zu verringern und die Energieversorgungssicherheit der abgelegenen Inselgemeinde zu verbessern.

Stewart Island liegt vor der Südküste Neuseelands und ist nicht an das nationale Stromnetz angeschlossen. Die Stromversorgung für Wohnhäuser, Gewerbe und Tourismus basiert seit langem auf Dieselgeneratoren. Das Solar- und Speicherprojekt wird vom Southland Regional Council über die Stewart Island Electricity Supply Agency vorangetrieben, Infratec ist für den Bau verantwortlich, und die Finanzierung umfasst ein Darlehen von 15,35 Millionen Neuseeland-Dollar aus dem Regional Infrastructure Fund der neuseeländischen Regierung. Das Projektgelände umfasst etwa 2 Hektar, auf denen rund 3.000 Solarmodule installiert werden sollen. Das Batteriesystem kann Strom für mindestens sechs Stunden des durchschnittlichen Inselstromverbrauchs speichern. Gleichzeitig wird das Stromnetz modernisiert. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 geplant. Die Dieselgeneratoren bleiben als Reserve für anhaltend schlechtes Wetter, Lastschwankungen und Wartungsarbeiten erhalten.

Für eine netzferne Gemeinde wie Stewart Island sind Energiefragen direkt mit den Lebenshaltungskosten, der touristischen Aufnahmekapazität sowie lokalen Industrien wie Kühlketten und Aquakultur verbunden. Die aktuellen Strompreise auf der Insel sind wesentlich höher als auf dem neuseeländischen Festland, was hauptsächlich auf den Dieseltransport, die Brennstoffpreisschwankungen und die Wartung kleiner Stromsysteme zurückzuführen ist. Die Photovoltaik liefert tagsüber kostengünstigen Strom, während der Batteriespeicher Schwankungen ausgleicht und einen Teil des Stroms auf die Abend- und Nachtstunden verschiebt, wodurch der ineffiziente Dauerbetrieb der Dieselgeneratoren reduziert wird. Nach der Inbetriebnahme des Projekts wird erwartet, dass jährlich etwa 200.000 Liter Diesel eingespart werden können, was zu einer deutlichen Senkung der Strompreise für die Bewohner führt. Für die lokale Regierung ist dies nicht nur ein einzelnes Projekt für erneuerbare Energien, sondern ein umfassendes Mikronetz-Upgrade, das auf die Energieversorgungssicherheit einer abgelegenen Gemeinde abzielt und die Neugestaltung von Stromerzeugung, Speicherung, Verteilnetz, Reservekraft und lokaler Wartungskapazität umfasst.

Die Bauphase wird etwa 40 Vollzeitäquivalente schaffen und Nachfrage nach lokalen Auftragnehmern, Transport, Elektroinstallation und anschließender Wartung generieren. Die weiteren Projektvariablen konzentrieren sich auf den Gerätetransport, die Bauorganisation auf der Insel, die Inbetriebnahme des Batteriespeichersystems, die koordinierte Steuerung der Dieselgeneratoren und die Anpassung der Strompreise für die Bewohner. Wenn das Projekt wie geplant abgeschlossen wird, wird Stewart Island ein reproduzierbares Modell für ein Solar- und Speicher-Mikronetz für andere netzferne Gemeinden in Neuseeland bieten und auch einen klareren Weg zur Energieumstellung für pazifische Inselstaaten, abgelegene Bergbauregionen, touristische Inselgebiete und kleine unabhängige Stromsysteme aufzeigen.

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