de.wedoany.com-Bericht: Infratel tritt in eine neue Phase ein und wandelt sich vom ausführenden Akteur der Netzwerk-Ära des Nationalen Aufbau- und Resilienzplans (PNRR) zu einem stabilen technologischen Partner für die Verwaltung, Wartung und Entwicklung der italienischen digitalen Infrastruktur. Pietro Piccinetti, CEO des unternehmenseigenen Unternehmens des italienischen Ministeriums für Unternehmen und „Made in Italy" (Mimit), erklärte, das Unternehmen habe bis zum 30. Juni alle vom Ministerium für digitale Transformation finanzierten PNRR-Projekte abgeschlossen, darunter Italia 1 Giga, Anbindung des Gesundheitswesens, Anbindung von Schulen, 5G-Verdichtung, 5G-Backhaul und Projekte für kleine Inseln.

Infratel wurde 2003 aus der Vision des damaligen Ministers für Post und Telekommunikation, Maurizio Gasparri, gegründet, um die digitale Kluft zu überbrücken und die Digitalisierung der nationalen Infrastruktur voranzutreiben. Der PNRR diente als Beschleuniger, nicht als Endpunkt seiner Mission. Das Unternehmen hatte zuvor über das Breitbandprogramm 6.000 italienische Gemeinden angebunden. Die neue Phase konzentriert sich auf die Konsolidierung, Verwaltung und Stärkung dieser Infrastrukturanlagen, einschließlich der Verwaltung, Kontrolle und Wartung der Netze nach deren Fertigstellung. Derzeit werden einige Netze von Open Fiber und FiberCop verwaltet, aber alle anderen Infrastrukturen, die Infratel seit 2003 im Auftrag von Mimit und den Regionen aufgebaut hat, werden weiterhin von ihm als öffentlichem und technologischem Partner betreut.
Infratel arbeitet mit den Regionen zusammen, um zu einer stabilen öffentlichen Plattform für digitale Infrastruktur überzugehen. Mit Zustimmung von Mimit und dem Ministerium für digitale Transformation hat das Unternehmen ein Projekt zur Anbindung aller Gemeinden und regionalen Rechenzentren mit der Region Abruzzen unterzeichnet und steht kurz vor Vertragsabschlüssen mit den Regionen Basilikata und Sizilien. Die digitale Souveränität wird als strategischer Schwerpunkt des Unternehmens betrachtet, deren Grundlage in der physischen Infrastruktur liegt. Infratel agiert als Partner der Verwaltungsbehörden bei der Planung, Entwicklung und Verwaltung öffentlicher Netze, beispielsweise im Rahmen von Projekten zur Katastrophenprävention in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit (Mase), und wahrt dabei das öffentliche Eigentum an der Netzverwaltung.
Zum zehnjährigen Jubiläum präsentierte Infratel die Weiterentwicklung des Nationalen Katasters der digitalen Infrastruktur (SINFI). SINFI hat sich von einem Kataster der Netzinfrastruktur zu einer digitalen interaktiven Karte Italiens entwickelt und gilt als Werkzeug für den unterirdischen „digitalen Zwilling". Das System enthält Daten zu Weißwasser, Schwarzwasser, Energie, Erdgas und Seekabeln und kann zur Planung von Investitionen und Eingriffen genutzt werden, wie etwa zur Standortwahl für Fabriken, Bewertung von Rechenzentrumsstandorten, Vermeidung von Doppelgrabungen und Reduzierung von Straßenreparaturen. SINFI hat sich zu einer europäischen Best Practice entwickelt; mehrere Länder haben sich über die Funktionsweise des Systems informiert. Das Ministerium für digitale Transformation und MIMIT haben die jüngste Entwicklung von SINFI finanziert und Ressourcen für die digitale Kartierung von Gemeinden mit weniger als 50.000 Einwohnern bereitgestellt. Die Region Venetien plant die Anbindung von rund 400 Gemeinden, und auch die Regionen Toskana, Sizilien und Basilikata arbeiten an innovativen Projekten für Kommunikationsnetze.
Im Jahr 2025 erzielte Infratel einen Rekordhaushalt: Produktionswert von 688 Millionen Euro, Nettogewinn von 8,4 Millionen Euro, die Serviceeinnahmen von Betreibern stiegen auf rund 50 Millionen Euro. Das Unternehmen gab an, dass auf Basis dieser Einnahmen und der täglichen Zusammenarbeit mit lokalen und zentralen öffentlichen Verwaltungen die Betriebskosten, Personalkosten und Verwaltungsausgaben bis 2030-2031 gedeckt seien, was zeige, dass seine Nachhaltigkeit nicht allein vom PNRR abhänge. Infratel habe sich bei Institutionen, Regionen und Gemeinden Glaubwürdigkeit erarbeitet und werde auch weiterhin eine zentrale Rolle bei der Überbrückung der digitalen Kluft und der Digitalisierung der italienischen Infrastruktur spielen.
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