Brasiliens GSI und Anatel treiben Kooperationsabkommen für Cybersicherheit voran
2026-06-11 09:18
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de.wedoany.com-Bericht: Das Büro für institutionelle Sicherheit (GSI) des brasilianischen Präsidialamts und die brasilianische Nationale Telekommunikationsbehörde (Anatel) treiben die Unterzeichnung eines technischen Kooperationsabkommens für Cybersicherheit voran.

Regierungssicherheitsdaten

Ein am 8. im Bundesanzeiger veröffentlichtes Dekret ermächtigt das Sekretariat für Informationssicherheit und Cybersicherheit des GSI zur Unterzeichnung eines technischen Kooperationsabkommens mit der Anatel im Bereich Cybersicherheit. Das vom Generaldirektor des GSI, General Marcos Antonio Amaro dos Santos, unterzeichnete Dekret GSI/PR Nr. 163 besagt, dass das Abkommen die Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit betrifft, ohne jedoch konkrete Maßnahmen im Detail zu nennen.

Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen bei der Anatel ist das Abkommen noch nicht auf allen Ebenen genehmigt. Ziel sei es, die bereits bestehende Interaktion zwischen dem GSI und der Behörde zu formalisieren und auszuweiten. Diese Kreise betonten, dass der Entwurf vor der endgültigen Unterzeichnung noch geändert werden könne. Das Verfahren müsse noch das zivile Präsidialamt durchlaufen und könnte mit Anpassungen zurückkommen.

Zu den diskutierten Punkten gehören die gemeinsame Erstellung von Aufklärungsmaterialien und Kampagnen zu bewährten Praktiken der Cybersicherheit für die Bürger. Die Zusammenarbeit umfasst auch den Kapazitätsaufbau, einschließlich der Durchführung von Simulationsübungen für Cybersicherheitsvorfälle unter Beteiligung von GSI, Anatel und anderen Interessengruppen, insbesondere Telekommunikationsbetreibern. Ziel ist es, die Reaktionsfähigkeit auf Vorfälle zu testen, die Kommunikationsnetze und Regierungssysteme betreffen.

Der Informationsaustausch ist eine weitere Säule. Das Abkommen zielt darauf ab, die Nutzung der Malware-Erkennungsplattform MISP zu verbessern, um einen Echtzeitaustausch von Daten zu Cyberbedrohungen, Schwachstellenberichten und anderen Informationen zwischen GSI, Anatel und den Betreibern zu ermöglichen. Diskutiert wird auch die Erstellung eines umfassenden Reaktionsprotokolls für Cybersicherheitsvorfälle, die kritische Infrastrukturen der Telekommunikation und Regierungssysteme betreffen.

Die Annäherung zwischen GSI und Anatel erfolgt vor dem Hintergrund der Diskussionen über einen neuen Regulierungsrahmen für Cybersicherheit. Der vom Nationalen Cybersicherheitsrat (CNCiber) ausgearbeitete Entwurf eines Allgemeinen Cybersicherheitsgesetzes hat die Debatte darüber neu entfacht, wer in Brasilien die nationale Cybersicherheitspolitik koordinieren sollte. Die mögliche Übernahme dieser Rolle durch die Anatel wird als einer der sensiblen Punkte im Vorschlag angesehen, wobei die Diskussion Kosten, Governance, Regulierung und mögliche Kompetenzkonflikte mit anderen öffentlichen Stellen umfasst.

Der Entwurf erweitert den Regulierungsbereich auf kritische Sektoren, grundlegende Dienste und Lieferketten. Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) umfasst der Text Kommunikation, Satellitendienste und digitale Infrastruktur, einschließlich Rechenzentren, Cloud-Dienste, Anbieter von Internetverkehrsinfrastruktur, Domain Name System (DNS), Content Delivery Networks, digitale Zertifizierung, Managed Service Provider (MSP) und Managed Security Service Provider (MSSP).

Im Jahr 2023 sah ein vom GSI diskutierter Vorschlag bereits die Schaffung einer Nationalen Cybersicherheitsbehörde (ANCiber) vor, um die Cybersicherheitspolitik zu zentralisieren und durchzusetzen. Damals wurden die Kosten für das erste Jahr auf 84 Millionen Real geschätzt; bei einer geplanten vollständigen Struktur mit 800 Mitarbeitern könnten die Kosten 594 Millionen Real erreichen. Die Anatel argumentiert, dass sie bereits Telekommunikationsnetze reguliert, Betreiber überprüft und über die Befugnis verfügt, Sicherheitsanforderungen für die Branche festzulegen, was zu Kosteneinsparungen und einer höheren Geschwindigkeit bei der Umsetzung der Branchenregulierung führen würde. Mit dem Fortschreiten der Diskussionen über die digitale kritische Infrastruktur wird die Behörde von einigen Beteiligten als Kandidatin für eine breitere Rolle in der nationalen Cybersicherheits-Governance angesehen.

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