Griechische KI-Kameras im Pilotversuch April-Mai: Nur 400 von 13.000 Strafzetteln gültig
2026-06-11 09:39
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de.wedoany.com-Bericht: Das Pilotprojekt mit KI-gestützten Verkehrsüberwachungskameras in der Umgebung von Athen offenbart zahlreiche Probleme, und die anfänglichen Betriebsdaten stehen in deutlichem Kontrast zu den offiziellen Ankündigungen. Diese Kameras sollen durch KI-Technologie den Personaleinsatz der Polizei reduzieren, die Bearbeitungsgeschwindigkeit erhöhen und automatisch Strafzettel ausstellen, zeigten jedoch bei der Ausführung konkreter Aufgaben eine schwache Leistung.

Laut Berichten lokaler griechischer Medien generierten diese KI-Kameras im April und Mai insgesamt etwa 13.000 Strafzettel, von denen jedoch nur 5.500 einer manuellen Überprüfung unterzogen wurden. Von den geprüften Strafzetteln waren nur 400 gültig, die restlichen 5.100 wurden abgewiesen. Unter den abgewiesenen Strafzetteln betrafen 3.800 Geschwindigkeitsüberschreitungen und 1.300 Verstöße wie die Nutzung von Mobiltelefonen oder das Nichttragen von Sicherheitsgurten.

Die Aufhebung der Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung war dabei nicht auf technische Fehler zurückzuführen, sondern darauf, dass sie auf einer Durchschnittsgeschwindigkeitsberechnung beruhten, für die es in Griechenland derzeit keinen entsprechenden gesetzlichen Rahmen gibt. Die Erkennung von Mobiltelefonen und Sicherheitsgurten offenbarte technische Mängel, die zur Ablehnung von 1.300 KI-Strafzetteln führten. Die Polizei stellte fest, dass die Software dunkle Gegenstände häufig fälschlicherweise als Smartphones identifizierte und durch irrelevante Gesten wie das Dampfen von E-Zigaretten oder das Schalten des Fahrers verwirrt wurde.

KI-Kamera stellt Strafzettel für leeren Sitz wegen nicht angelegtem Sicherheitsgurt aus

Laut einem Bericht der lokalen Zeitung „Ta Nea" hatten die KI-Kameras auch bei wechselnden Lichtverhältnissen Fehlinterpretationen und erkannten Schatten und dunkle Kleidung fälschlicherweise als Verstöße. Fallbeispiele zeigen, dass die Kameras für leere Sitze eine Mitteilung wegen nicht angelegtem Sicherheitsgurt ausstellten oder Strafzettel aufgrund der ähnlichen Farbe des dunklen Hemdes des Fahrers und des Sicherheitsgurtes ausstellten. Die Kameras waren auch nicht in der Lage, bestimmte Situationen im Straßenverkehr zu verstehen, und zeichneten Fahrzeuge auf, die Krankenwagen Platz machten oder gemäß den Handzeichen der Verkehrspolizei fuhren.

Es ist darauf hinzuweisen, dass diese Zahlen aus durchgesickerten Daten und nicht aus offiziellen Polizeiquellen stammen. Auch bei der Interpretation der Fehlerquote durch griechische Medien könnte es zu Fehlinterpretationen kommen, was die Informationen noch verwirrender macht.

KI-Kamera stellt Strafzettel für leeren Sitz wegen nicht angelegtem Sicherheitsgurt aus

Dennoch erklärte das griechische Ministerium für Infrastruktur und Verkehr in einer offiziellen Stellungnahme das Projekt für erfolgreich. Laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens ERT bestätigten die Behörden zwischen Ende März und Ende Mai 2.453 digitale Strafzettel, wobei die Fahrer 420 formelle Einwände erhoben, was einer Akzeptanzrate von 12 % entspricht, hauptsächlich aufgrund medizinischer Notfälle. Die Regierung nutzt diese niedrige Akzeptanzrate als Beleg für die Zuverlässigkeit des Systems, doch in der Realität müssen menschliche Polizisten weiterhin als zweite Filterstufe fungieren und manuell eine große Anzahl falscher Verstoßaufzeichnungen bereinigen.

Bezüglich der Anzahl der Kameras stellte Kimon Logothetis vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr in einem Gespräch mit dem YouTuber Vasilis Saribalidis klar, dass in der Region derzeit nur 8 KI-Kameras in Betrieb seien, die gleichzeitig Geschwindigkeit, rote Ampeln, Helme, Sicherheitsgurte und die Nutzung von Mobiltelefonen überwachen können. Gleichzeitig scheiterte die Ausschreibung für die Beschaffung von 1.000 KI-Kameras für die Straßen Attikas aufgrund eines erfolglosen Rechtsbehelfs, während ein anderes regionales Projekt die Lieferung von 388 Nicht-KI-Rotlichtkameras bis Mitte Juli vorsieht. Berichten zufolge haben allein acht KI-Verkehrskameras innerhalb weniger Wochen 29.000 Verkehrssünder erfasst; darüber hinaus gab es einen Fall, bei dem eine KI-Kamera einen illegalen Supersportwagen im Wert von 12 Millionen US-Dollar auf einmal aufspürte. Diese Reihe von Ereignissen zeigt, dass das KI-Verkehrsüberwachungssystem in der praktischen Anwendung eine steile Lernkurve vor sich hat und sein Optimierungsprozess noch Zeit benötigt.

KI-Kamera stellt Strafzettel für leeren Sitz wegen nicht angelegtem Sicherheitsgurt aus

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