de.wedoany.com-Bericht: Das aus Fujitsu ausgegliederte Unternehmen 1Finity, das sich auf Mobilfunknetze und Photonik spezialisiert hat, lieferte rund 100.000 Open-RAN-Funkgeräte für das 5G-Netz von Boost Mobile, einer Tochter von Dish Network. Da der Datenverkehr von Boost Mobile nun über das RAN von AT&T läuft und die Muttergesellschaft EchoStar beschlossen hat, ihr 5G-Netz stillzulegen, sind diese auf Türmen installierten Funkgeräte derzeit ungenutzt.
Femi Adeyemi, Leiter des strategischen Produktmarketings bei 1Finity, verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im RAN-Bereich. Er ist der Ansicht, dass das 5G-Open-RAN-Netz von Boost ein cloud-natives Netz ist, das kein anderer Betreiber derzeit besitzt. Er verriet, dass 1Finity seine Open-RAN-basierten Funkgeräte bereits in die Netze mehrerer Mobilfunkbetreiber integriert hat, darunter in Zusammenarbeit mit Ericsson für das Netz von AT&T und mit Nokia für das Netz der Deutschen Telekom in Deutschland. Kürzlich kündigte auch Rakuten an, in Japan die Massive-MIMO-Open-RAN-Funkgeräte von 1Finity einzusetzen.
Hinsichtlich der Entsorgung der ungenutzten Geräte ist unklar, ob diese Funkgeräte wiederverwendet oder recycelt werden. Adeyemi betonte, dass das geistige Eigentum, das diese Geräte untermauert, noch viele Jahre Bestand haben werde, und ist der Meinung, dass nächste Generationen von Netzen wie 6G cloud-nativ sein müssen.
Adeyemi wies darauf hin, dass Funkgeräte eine Schlüsselrolle bei der Verbindung von Verbrauchern mit Mobilfunknetzen spielen, aber extrem schwierig herzustellen sind – viele, die es versucht haben, sind gescheitert. Er ist überzeugt, dass Open RAN real und effektiv ist und sich bereits in der kommerziellen Umsetzung befindet. Als Akteur im Open-RAN-Markt konzentriert sich 1Finity derzeit auf KI-RAN-Lösungen für den nordamerikanischen Markt, die vom gesamten Stack bis hin zur Integration mit GPUs oder CPUs zur Unterstützung von KI-Workloads reichen. Adeyemi erklärte, dass die Lösung von 1Finity sowohl für GPUs als auch für CPUs geeignet sei und das Unternehmen nicht an bestimmte Rechenanbieter wie Nvidia oder AMD gebunden sei.
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