Apple PCC aus den USA wird ab Juli dieses Jahres auf Google Cloud ausgeweitet
2026-06-11 09:56
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de.wedoany.com-Bericht: Apple hat angekündigt, seine Private Cloud Compute-Sicherheitsarchitektur erstmals auf Rechenzentren von Drittanbietern auszuweiten. Die Apple Intelligence-Funktionen werden nicht nur auf Apples eigener Hardware laufen, sondern auch auf Google Cloud-Systemen mit Nvidia-GPUs bereitgestellt.

Apple Intelligence: Private Cloud Compute wird künftig auch auf Google Cloud laufen

Diese Architektur, genannt Private Cloud Compute (PCC), wurde ursprünglich 2024 eingeführt, um KI-Anfragen zu schützen, die aufgrund ihrer Komplexität über die lokale Verarbeitungskapazität des Geräts hinaus an die Cloud gesendet werden. Das Kernkonzept: Daten, die zur Verarbeitung komplexerer Apple Intelligence-Funktionen an die Cloud gesendet werden, werden nur für die jeweilige Anfrage verarbeitet und nicht dauerhaft gespeichert.

Im Rahmen dieser Ausweitung arbeitet Apple mit Google und Nvidia zusammen. Google stellt Infrastruktur- und Modelltechnologien im Zusammenhang mit der Gemini-Serie bereit, während Nvidia GPUs mit vertraulicher Rechenfunktion liefert. Darüber hinaus setzt Apple Intel Xeon-Prozessoren mit Trust Domain Extensions und Googles Titan-Chip ein. Ziel ist es, auch außerhalb der eigenen Rechenzentren komplexere KI-Aufgaben (z. B. komplexes Reasoning oder den Einsatz agentenähnlicher Werkzeuge) auszuführen, ohne die Sicherheitsversprechen des bestehenden PCC aufzugeben. Zuvor lief Private Cloud Compute vollständig auf Apple Silicon-Servern in Apples eigener Infrastruktur.

Apple betont, dass die Kernanforderungen von PCC unverändert bleiben, darunter zustandslose Verarbeitung, privilegienfreier Laufzeitzugriff, Verhinderung der gezielten Verknüpfung einzelner Benutzeranfragen sowie überprüfbare Transparenz. Selbst in der Google Cloud-Umgebung vertrauen Apple-Geräte nur der von Apple kryptografisch autorisierten PCC-Software. Laut Apple behält das Unternehmen die vollständige Kontrolle über die Software.

Auf technischer Ebene beschreibt Apple diese neue Implementierung als mehrschichtiges Sicherheitsmodell. Ein öffentlich überprüfbares und nur anhängbares Register erfasst, welche Google Cloud-Hardware zum PCC-Cluster gehört; dieses Register kann nur ergänzt, nicht aber unbemerkt nachträglich geändert werden. Für kritische Komponenten plant Apple zudem, die Authentifizierung auf mindestens zwei voneinander unabhängigen Vertrauensmerkmalen aufzubauen. Die Verarbeitung einzelner Anfragen erfolgt ebenfalls über Isolationsmechanismen: Erste Netzwerkdaten werden in einem separaten Prozess mit eigenem Namensraum verarbeitet, die gemeinsam genutzte Inferenzsoftware läuft nur kurzzeitig, während Schlüssel in separaten vertraulichen virtuellen Maschinen aufbewahrt werden.

Apple kündigte an, dass wie bei PCC auf Apple Silicon auch bei dieser Ausweitung alle Dateien zur öffentlichen Prüfung bereitgestellt werden. Darüber hinaus wird Apple über ein Bug-Bounty-Programm Forschungswerkzeuge sowie im Forschungsmodus Zugriff auf Live-PCC-Knoten bereitstellen. Weitere technische Details werden im Laufe des Jahres veröffentlicht. Ab Juli dieses Jahres wird PCC auf Google Cloud schrittweise den vollständigen Schutzumfang erreichen.

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