de.wedoany.com-Bericht: Chiles Präsident José Antonio Kast hat die Inbetriebnahme des Engie-Chile-Komplexes in Tocopilla eingeweiht. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 270 Millionen US-Dollar wandelt ein ehemaliges Kohlekraftwerk in eine integrierte Plattform für saubere Energie-Infrastruktur um. An der Veranstaltung nahmen unter anderem Chiles Energieministerin Ximena Rincón, Staatsvermögensministerin Catalina Parot sowie mehrere Regierungsvertreter und Unternehmensvertreter teil.

Der Komplex integriert drei Technologien zur Stärkung der Stabilität und Sicherheit des nationalen Stromsystems Chiles: das Energiespeichersystem BESS Tocopilla, einen Synchronkondensator (Condensador Síncrono) sowie das Block 16 des Gas-Kombikraftwerks (Unidad 16 de ciclo combinado a gas natural), das als eines der effizientesten Kraftwerke im chilenischen Stromnetz gilt. Das BESS-Tocopilla-System verfügt über eine installierte Leistung von 116 MW und eine Speicherkapazität von 660 MWh. Es ist mit 240 Lithium-Ionen-Batteriecontainern ausgestattet, die in Zeiten hoher Stromerzeugung erneuerbare Energie speichern und bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen können. Der jährliche Strombeitrag beträgt etwa 211 GWh, was den Strombedarf von rund 89.900 Haushalten decken und gleichzeitig jährlich über 51.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermeiden kann. Der im Komplex installierte Synchronkondensator ist der erste seiner Art in Chile und weltweit bei der Engie-Gruppe (Grupo Engie). Er bietet netzstabilisierende Schlüsseldienste wie Trägheit, dynamische Spannungsregelung, Blindleistung und Notfallunterstützung und trägt dazu bei, den Bedarf an aus Sicherheitsgründen betriebenen Kohlekraftwerken zu reduzieren.
Kast betonte bei der Veranstaltung den Beitrag des Projekts zur wirtschaftlichen Entwicklung, Energiesicherheit und nachhaltigen Entwicklung und wies darauf hin, dass dieser Wandel zeige, wie beim Übergang zu einer saubereren Energiestruktur gleichzeitig Chancen für Gemeinden und Arbeiter geschaffen werden könnten. Während der Bauphase wurden rund 700 Arbeitsplätze geschaffen, und etwa 100 dauerhafte Arbeitsplätze bleiben erhalten. Dies festigt die Position Tocopillas als strategisches Zentrum für die Energieentwicklung und die Stärkung der Stromstruktur im Norden Chiles.
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