de.wedoany.com-Bericht: Das FORTRESS-Projekt (Akronym für Flexibilität und Optimierung für die Resilienz von Energiesystemen) des britischen Stromverteilnetzbetreibers SSEN Distribution hat eine neue Finanzierungsrunde erhalten. Ziel ist es, Krankenhäuser dabei zu unterstützen, die Energie-Resilienz der kritischen Versorgung aufrechtzuerhalten, während sie von der dezentralen Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen auf sauberen Strom umsteigen. Diese neuen Mittel folgen auf eine erfolgreiche Ausschreibung im Vorjahr, die erste Studien unterstützte.
Krankenhäuser sind große Energieverbraucher und erzeugen ihren Strom oft selbst mit Öl und Gas, wodurch ein Großteil ihres Bedarfs für die Verteilnetzbetreiber unsichtbar bleibt. Mit der Abkehr von kohlenstoffintensiven Brennstoffen wird ihre Abhängigkeit von lokalen Stromnetzen zunehmen; FORTRESS wird den Energieverbrauch verschiedener Krankenhausfunktionen detailliert analysieren.
Der Ansatz priorisiert die Resilienz grundlegender Dienste wie der Intensivpflege, während andere Aktivitäten durch flexible Heizsysteme, Energiespeicher und neue Netzanschlussprodukte unterstützt werden können, die einen früheren Kapazitätszugang ermöglichen. Ziel ist es, den Betrieb während der Dekarbonisierung der Gesundheitseinrichtungen sicher und zuverlässig zu halten, ohne die lokalen Netze übermäßig zu belasten.
In der Alpha-Phase wird das Innovations- und Technikteam von SSEN eng mit Partnern wie NHS Tayside und NHS England zusammenarbeiten, um diese Lösungen zu testen und zu verfeinern. Zu den Kernaufgaben gehören eine detailliertere Energieanalyse der Krankenhausstandorte, die Erkundung von Speicheroptionen sowie die Durchführung von Szenarien, um zu verstehen, wie die Einrichtungen in Zeiten hoher Nachfrage reagieren.
Das Projekt wird außerdem ein neuartiges Anschlussprotokoll entwickeln, damit Krankenhäuser früher Zugang zu Netzkapazitäten erhalten. Dies kann dazu beitragen, teure Netzausbauten zu vermeiden, CO₂-Emissionen zu reduzieren und die bestehende Infrastruktur besser zu nutzen.
Gemma Ennis, FORTRESS-Projektmanagerin bei SSEN Distribution, sagte: „Der Hauptzweck eines Krankenhauses ist die sichere und zuverlässige Versorgung der Patienten. In Zeiten hoher und volatiler Kosten für fossile Brennstoffe streben die Gesundheitssysteme jedoch nach nachhaltigeren Energiequellen. FORTRESS untersucht genau, wann und wie Krankenhäuser am meisten Strom verbrauchen. Dies hilft uns, das sich entwickelnde saubere Energiesystem auf ihre spezifischen Bedürfnisse zuzuschneiden. Durch die Reduzierung von Stromverbrauchsspitzen und die Verbesserung der Koordination zwischen Krankenhäusern und dem weiteren Netz können wir einige Netzinvestitionen verschieben und so Geld für die Rechnungszahler sparen. Diese Einsparungen tragen zur Senkung der Gesamtkosten des Netzbetriebs bei, was letztlich den Energieverbrauchern zugutekommt. FORTRESS stellt außerdem sicher, dass kritische Funktionen vollständig geschützt sind, während nicht-kritische Aktivitäten flexibler gestaltet werden können. Dieses Gleichgewicht hilft, das Netz wo möglich zu entlasten und gleichzeitig die Patientensicherheit zu gewährleisten.“
Lynne Hamilton, Direktorin für öffentliche Gesundheitsprogramme bei NHS Tayside, ergänzte: „NHS Tayside freut sich, seine Zusammenarbeit im FORTRESS-Projekt auszuweiten. Gemeinsam mit SSEN, Ricardo, SGN und NHS England erkunden wir innovative flexible Heizlösungen für große Krankenhausstandorte. Diese spannende Initiative wird NHS Tayside dabei helfen, seine Netto-Null-Immobilienplanung voranzutreiben. Durch die Balance zwischen strengen Resilienzanforderungen und einem reibungslosen Übergang zu erneuerbaren Energien trägt das Projekt zur Erreichung der Klimanotstands- und Nachhaltigkeitsziele der schottischen Regierung bei.“
SSEN dankt den Partnern NHS Tayside, NHS England, SGN und Ricardo für ihre Unterstützung. FORTRESS hat erfolgreich die Alpha-Phase des Strategic Innovation Fund-Zyklus erreicht; der Fonds von Ofgem wird in Zusammenarbeit mit Innovate UK umgesetzt.
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