Digitalstaatssekretär Dariusz Standerski enthüllt: EU plant sieben bis acht KI-Superfabriken
2026-06-11 10:20
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de.wedoany.com-Bericht: Der polnische Digitalstaatssekretär Dariusz Standerski verriet Medienvertretern am Rande der EU-Ratssitzung in Luxemburg, dass die EU bei ihrem KI-Infrastrukturprojekt – den KI-Superfabriken – letztlich sieben bis acht Einrichtungen erreichen könnte, statt der ursprünglich geplanten fünf.

Standerski erklärte, dass die erste Investitionsrunde den Baubeginn einiger Anlagen im Jahr 2028 vorantreiben werde, während eine zweite Runde für 2030 erwartet werde. Als die Europäische Kommission das öffentlich-private Partnerschaftsprojekt im Januar 2025 vorstellte, schlug sie die Finanzierung von maximal fünf Superfabriken vor und stellte klar, dass jede Fabrik mit über 100.000 KI-Chips ausgestattet sein solle. Bis Juni 2025 hatte die Kommission jedoch 76 Projektvorschläge für Superfabriken erhalten, von denen die öffentlichen Mittel nur eine Handvoll unterstützen können. Die EU und die nationalen Mittel tragen 34 % der Gesamtkosten der Projekte, der Rest wird durch privates Kapital ergänzt.

Jüngste Entwicklungen zeigen, dass die Erwartungen an die Rechenleistung einer einzelnen Superfabrik gesenkt wurden. Ein Strategiepapier der Europäischen Kommission vom Juni 2026 beschreibt die Anzahl der KI-Chips pro Zentrum als „über“ 75.000, statt der zuvor zugesagten „über 100.000“. Auf die Frage, ob die derzeit geplanten sieben bis acht Einrichtungen weiterhin mit 100.000 Chips als Standard ausgestattet sein würden, antwortete Standerski nicht.

Die Hauptsorge von außen bezüglich des Projekts ist, dass die langen Bauzeiten zu technologischer Veralterung führen könnten. Standerski ist der Ansicht, dass die Ausweitung der Anzahl der Superfabriken dem Verlauf des EU-KI-Fabrikplans ähnelt, der sich von ursprünglich wenigen Einrichtungen auf 19 Projekte ausgeweitet hat. Auf die Frage, ob das Investitionsvolumen der EU von den größeren KI-Infrastrukturprojekten der USA überschattet werden könnte, entgegnete Standerski, dass andere globale Projekte „ein Beispiel für einen überhitzten Sektor“ sein könnten. Er betonte, dass der Vorteil Europas in einer klaren Planung liege und dass diese Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung, der Wissenschaft und kleinen und mittleren Unternehmen dienen würden. Darüber hinaus sagte er, dass das dreiseitige Finanzierungsmodell der Superfabriken in Zukunft für den Aufbau eines Netzwerks von EU-KI-Chip-Produktionsanlagen repliziert werden könne.

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