DP World bewertet Einsatz von Small Modular Reactors im rumänischen Hafen Constanța
2026-06-11 11:44
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de.wedoany.com-Bericht: Das internationale Logistikunternehmen DP World aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat eine technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie gestartet, um zu untersuchen, wie Small Modular Reactors (SMR) den langfristigen Energiebedarf des Hafens Constanța im Osten Rumäniens decken und so zu dessen Wachstum und Dekarbonisierung beitragen können.

Das Unternehmen erklärte: „Mit der fortschreitenden Elektrifizierung des Hafens und dem Geschäftswachstum ist DP World der Ansicht, dass der Zugang zu zuverlässiger, kohlenstoffarmer Energie für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung ist." „Der steigende Bedarf durch elektrifizierte Anlagen, Landstromsysteme, KI-Rechenzentren, Fernwärme und industrielle Aktivitäten übt zunehmenden Druck auf die bestehenden Energiesysteme aus und treibt die Nachfrage nach einer stabilen und skalierbaren Stromversorgung. Kernenergie, einschließlich SMR, hat das Potenzial, stabile, kohlenstoffarme Elektrizität für den Hafenbetrieb und breitere industrielle Anwendungen bereitzustellen." DP World hat mit der französischen Alternative Energies and Atomic Energy Commission (CEA) und dem TerraWater Institute Vereinbarungen unterzeichnet, um eine Machbarkeitsstudie für den Einsatz von SMR im Hafen Constanța zu starten. Der Hafen liegt an der Mündung des Donau-Schwarzmeer-Kanals, verbindet Seewege nach Ost- und Mitteleuropa und bietet Tiefwasserzugang für große Schiffe.

Die Studie wird den prognostizierten Energiebedarf des Hafens im Zeitraum 2030 bis 2050 modellieren, integrierte kohlenstoffarme Energiesysteme bewerten und die technische, strategische und wirtschaftliche Machbarkeit von Kernenergielösungen untersuchen. Die Studie wird auch die Erfahrungen der CEA im SMR-Design und in der nuklearen Sicherheit nutzen, um Sicherheitsstandards und Fragen im Zusammenhang mit den umliegenden Wohngebieten zu prüfen. DP World erklärte, die Studie solle als Grundlage für zukünftige Entscheidungen dienen, um zu bestimmen, wie der langfristige Energiebedarf des Hafens und der Gesamtwirtschaft am besten gedeckt werden kann. Das Unternehmen wies darauf hin, dass jede zukünftige Entwicklung weitere technische Bewertungen, regulatorische Analysen und die Einbindung von Interessengruppen erfordern werde.

Nicolas Mazey, Vice President für Nachhaltigkeit bei DP World Europe, sagte: „DP World betrachtet den Übergang zu einer Netto-Null-Emissions-Wirtschaft nicht nur als ökologische Notwendigkeit, sondern auch als Treiber für das zukünftige Wachstum des globalen Handels." „Mit Kernenergie betriebene Small Modular Reactors sind für unseren Hafen nicht nur Energieprojekte, sondern ein Infrastruktur-Wettbewerbsvorteil. Diese Studie wird uns helfen, besser zu verstehen, wie Kernenergie die betriebliche Resilienz verbessern und zur Deckung der wachsenden Nachfrage beitragen kann. In ganz Europa wird Kernenergie zunehmend als zuverlässige und kosteneffiziente Lösung anerkannt, die das Potenzial hat, zum Eckpfeiler der nächsten Generation industrieller Aktivitäten und Lieferketten zu werden."

Dr. Miltos Tripati, Geschäftsführer des TerraWater Institute, ergänzte: „Häfen liegen an der Schnittstelle von Industrie, Energiesystemen und lokalen Gemeinschaften. Diese Studie zielt darauf ab, zu verstehen, wie zukünftige kohlenstoffarme Energiesysteme gestaltet werden können, um komplexe und sich ändernde Anforderungen zu erfüllen, während gleichzeitig hohe Standards in Sicherheit und Umweltleistung eingehalten werden. Im Energiebereich, wie in allen anderen Bereichen auch, sollte das Angebot nicht die Nachfrage bestimmen, sondern Möglichkeiten bieten, ohne Bedingungen aufzuerlegen. Wir müssen die Bedürfnisse der Industrie verstehen, bewerten und erfüllen und gleichzeitig dekarbonisieren. Dies ist das einzige Energieparadigma, das wir anstreben sollten, und durch diese Studie wollen wir genau dies mit Kernenergie demonstrieren."

Stéphane Sarrade, Leiter des Energieprogramms der CEA, sagte: „Diese Studie vereint Fachwissen aus den Bereichen Kerntechnik und Energiesysteme, um zu bewerten, wie SMR in eine reale Hafenumgebung integriert werden können." „Durch die Zusammenarbeit mit DP World und TerraWater wenden wir fortschrittliche Modellierungs- und Analysemethoden an, um besser zu verstehen, wie diese Lösungen zuverlässige, kohlenstoffarme Energie für den Hafen bereitstellen können."

Im vergangenen September unterzeichnete DP World eine Absichtserklärung mit dem US-amerikanischen Mikroreaktor-Entwickler Last Energy, um das weltweit erste Hafen-Mikrokernkraftwerk im London Gateway Port zu errichten. Der geplante PWR-20-Mikroreaktor soll 2030 in Betrieb gehen und den London Gateway Port mit 20 Megawatt Strom für sein Logistikzentrum versorgen; überschüssiger Strom soll ins Netz eingespeist werden.

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