EIB erwägt 75-Millionen-Euro-Darlehen für Kroatiens Kauf von Straßenbahnen und Elektrobussen
2026-08-03 17:13
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de.wedoany.com-Bericht: Die Europäische Investitionsbank (EIB) erwägt ein Darlehen von 75 Millionen Euro für die Beschaffung neuer Straßenbahnen und Elektrobusse in der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 184 Millionen Euro und sind Teil des Plans „Dekarbonisierung des öffentlichen Nahverkehrs in Zagreb". Die Stadt treibt die Umstellung ihres öffentlichen Nahverkehrssystems auf emissionsarme Strukturen beschleunigt voran; diese Investition ist der jüngste Schritt im Elektrifizierungsprozess des städtischen Verkehrs.

Als Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs der Stadt erstreckt sich das Straßenbahnnetz über mehr als 110 Kilometer und zählt zu den bedeutendsten städtischen Verkehrssystemen Mittel- und Südosteuropas. Laut der von der EIB veröffentlichten Projektübersicht zielt diese Investition darauf ab, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, die Luftqualität zu verbessern, die Lärmbelastung zu verringern, die Energieeffizienz zu steigern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die neu beschafften Fahrzeuge werden einen Teil der altersbedingt ausgedienten Fahrzeuge ersetzen, um Komfort, Barrierefreiheit und Zuverlässigkeit des öffentlichen Nahverkehrs zu verbessern.

Die Beschaffungsplanung umfasst die Modernisierungsziele des öffentlichen Nahverkehrs für den Zeitraum 2025 bis 2030 und betrifft 20 neue elektrische Straßenbahnen (mit einer Länge von bis zu 34 Metern) sowie 100 Elektrobusse (mit Längen von 9, 12 und 18 Metern). Während die EIB dieses Darlehen prüft, setzt Zagreb bereits ein umfangreicheres Fahrzeugerneuerungsprogramm um.

Ende 2025 schloss der Betreiber Zagrebački električni tramvaj (ZET) die Lieferung der ersten 20 Niederflurstraßenbahnen ab; diese Fahrzeuge wurden vom kroatischen Unternehmen Končar – Električna vozila hergestellt, mit einem Vertragswert von 49,8 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum unterzeichnete die Stadt Verträge über weitere 20 neue Straßenbahnen im Wert von 55 Millionen Euro, von denen fast 44 Millionen Euro von der EU über das „Programm Wettbewerbsfähigkeit und Kohäsion (Competitiveness and Cohesion Programme)" finanziert werden; die Lieferung ist für 2026 geplant.

Darüber hinaus haben die Zagreber Behörden Beschaffungsverträge für 62 Elektrobusse mit einem Investitionsvolumen von 56,75 Millionen Euro unterzeichnet, von denen mehr als 45 Millionen Euro aus dem kroatischen „Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (National Recovery and Resilience Plan)" finanziert werden. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen alle Busse bis Oktober 2026 in Betrieb genommen werden.

Diese laufenden Projekte ergänzen das derzeit von der EIB geprüfte Darlehensvorhaben und zeigen, dass die Stadt die Erneuerung ihrer Straßenbahn- und Busflotte beschleunigt. Die lokalen Behörden haben zudem Ziele für das kommende Jahrzehnt gesetzt: die vollständige Elektrifizierung der rund 500 Fahrzeuge umfassenden Busflotte. Sollte das Darlehen genehmigt werden, würde es eines der größten Modernisierungsprogramme des öffentlichen Nahverkehrs in Kroatien unterstützen und – in Kombination mit europäischen Mitteln, EIB-Finanzierung und lokalen Investitionen – den Wandel des städtischen Verkehrssystems hin zu saubereren und effizienteren Strukturen vorantreiben.

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