de.wedoany.com-Bericht: Der russische Markt für Server und Speichersysteme hat sich im Jahr 2025 wertmäßig fast verdoppelt und erreichte 280 Milliarden Rubel, nach 155 Milliarden Rubel im Jahr 2024. Marktteilnehmer weisen jedoch darauf hin, dass dieses Wachstum hauptsächlich auf Preissteigerungen zurückzuführen ist. Seit August 2025 haben sich die Preise für Speichersysteme vervielfacht, deren Kosten bis zu zwei Drittel der Gesamtkosten eines Servers ausmachen. Sergej Zinkewitsch, Geschäftsführer von K2 Cloud, erklärte, dass das Wachstum des Marktes für Speichersysteme die Preiserhöhungen sowohl bei Komponenten als auch bei den Geräten selbst widerspiegele. Er wies darauf hin, dass sich die „Eintrittsschwelle“ für die Infrastruktur im Jahr 2026 bestätigen werde.
Was die IT-Ausgaben betrifft, so ergab eine Umfrage, dass bei 53 % (37 von 70 befragten Unternehmen) das Budget für die IT-Infrastruktur im Jahr 2025 gestiegen ist. Experten von K2 Cloud weisen jedoch darauf hin, dass dies nicht immer eine Zunahme der Geräteanzahl bedeutet, sondern vielmehr eine Reaktion auf den Preisdruck ist. Weitere 34 % der Unternehmen hielten ihr Budget unverändert, was zu einem Aufbau von „Infrastrukturschulden“ führen könnte, d. h. verzögerte Modernisierungen erfordern später höhere Investitionen.
Bei den Cloud-Budgets zeigt sich unter dem Druck der Investitionsausgaben ein anderes Bild. Keiner der 70 Befragten meldete Kürzungen der Cloud-Ausgaben, 43 % der Befragten gaben mehr für Cloud-Dienste aus, 57 % hielten das Niveau. Dies deckt sich mit der allgemeinen Marktentwicklung: Das Wachstum des russischen Cloud-Marktes wird für 2025 auf 29 % geschätzt.
Die Hardware-Krise hat nicht zu einem massiven Ausstieg der Unternehmen aus der eigenen Infrastruktur geführt. Die K2 Cloud Conf-Umfrage zeigt, dass 45 % der Befragten weiterhin auf lokale Geräte setzen, während 36 % (26 von 70) einen vollständigen oder teilweisen Umstieg in die Cloud erwägen. Der Markttrend besteht nicht darin, Hardware aufzugeben, sondern auf hybride Modelle umzusteigen, um die Risiken unberechenbarer Beschaffungen durch Cloud-Technologien auszugleichen.
Stepan Spirjajew, stellvertretender Leiter der Digitalisierungstechnologie des TC-Zentrums (ТК „Центр“), teilte auf der K2 Cloud Conf 2026 mit, dass derzeit der Kauf von Geräten schwierig sei, die Preise monatlich stiegen, die Lieferzeiten sich ständig verzögerten und Prognosen schwer zu erstellen seien. Cloud-Technologien könnten diese Risiken ausgleichen und Unternehmen die benötigte Infrastruktur in erforderlichem Umfang für Forschungs- und Entwicklungsprojekte bereitstellen, ohne Geräte kaufen und auf sie warten zu müssen. Alexander Isjumski, IT-Direktor von ASNA, räumte ein, dass Unternehmen von ausländischen Lieferanten abhängig seien und unter Lieferzeitschwierigkeiten litten. Man beobachte zwar inländische Geräte, es fehlten jedoch ausreichend erfolgreiche Beispiele, um eine Entscheidung für deren Einsatz zu treffen.
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