de.wedoany.com-Bericht: Uruguays Viehzuchtminister Alfredo Fratti erklärte nach seinem Besuch in Russland, dass die Gesundheitsbehörden beider Länder vereinbart haben, ein Treffen abzuhalten, um ein neues Protokoll für die Vorabkontrolle vor dem Versand zu erarbeiten. Damit soll das Problem von rund 140 Tonnen Conaprole-Butter gelöst werden, die aufgrund von Tierarzneimittelrückständen in Russland festgehalten wird.

Im Gespräch mit dem „Informe Tardáguila" erläuterte Fratti, dass das neue Protokoll vorsieht, dass die uruguayischen Behörden vor jeder Lieferung an den russischen Markt eine Vorabkontrolle einschließlich Laboranalysen durchführen. Gleichzeitig wird Uruguay anstreben, dass die russischen Behörden alle derzeit feststeckenden Container einer vollständigen Kontrolle unterziehen, anstatt der Stichprobenkontrolle nach dem derzeitigen System. Fratti zeigte sich optimistisch, das Problem zu lösen.
Der Hintergrund des Problems liegt in den äußerst strengen Anforderungen Russlands an Tierarzneimittelrückstände, die oft unter den üblichen internationalen Standards liegen. Dies führt zu häufigen Handelshemmnissen für uruguayische Produkte, hauptsächlich Butter und einige Chargen von Hartkäse.
Aus den Handelsdaten ergibt sich die Dringlichkeit der Lösung dieses Problems. Im vergangenen Jahr war Russland das zweitgrößte Exportziel für uruguayische Butter mit Lieferungen von fast 2.400 Tonnen, was 22 % der gesamten Butterexporte Uruguays ausmachte. Der Durchschnittspreis betrug 6.500 US-Dollar pro Tonne, und der Umsatz erreichte 15,4 Millionen US-Dollar. In diesem Jahr wurden noch keine Butterlieferungen in diesen Markt getätigt.
Darüber hinaus wies Fratti darauf hin, dass während der Besprechungen in Russland ein russischer Unternehmer Interesse an einer Beteiligung am uruguayischen Düngemittelgeschäft bekundet habe. Russland ist einer der größten Düngemittelproduzenten der Welt, einschließlich Harnstoff, Kalidünger und Phosphatdünger.
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