de.wedoany.com-Bericht: Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan hat in Zusammenarbeit mit Delta Charge am Logistikzentrum der Brauerei eine vollelektrische Lade- und Energiestation in Betrieb genommen, um ihre Elektro-Lkw-Flotte zu laden. Die Station ist mit einem Batterie-Speichersystem ausgestattet und hat niedrigere Betriebskosten als Diesel-Lkw.

Die Weihenstephaner Station liegt am Schnittpunkt zweier sich schnell entwickelnder Industrietrends: dem Einsatz von Elektro-Lkw und der stationären Batteriespeicherung. Die stationäre Batteriespeicherung entwickelt sich zu einem entscheidenden Treiber, der niedrigere Kosten, größere Energieunabhängigkeit sowie Widerstandsfähigkeit gegen Netzschwankungen und steigende Strompreise bietet. Die 1040 gegründete Brauerei ist heute eine der ersten großen Brauereien in Deutschland, die einen mit Batterien ausgestatteten Lade-Hub betreibt.
Die Ladestation ist als vollständig integrierte Energielösung konzipiert. Zwei 150-kW-Deckenmontage-Schnellladestationen beziehen Strom aus einem modularen Batteriespeichersystem mit einer Anfangskapazität von 125 kW/257 kWh, die bei Flottenwachstum auf 375 kW/771 kWh erweiterbar ist, und integrieren nahtlos die bestehende 380-kWp-Photovoltaikanlage vor Ort. Das proprietäre, KI-gesteuerte Energiemanagementsystem von Delta Charge optimiert kontinuierlich das Zusammenspiel von Solarstromerzeugung, Batteriespeicherung und Lkw-Ladung, um die Netzabhängigkeit zu minimieren und die Kosten zu senken. Diese Konfiguration macht Elektro-Lkw nicht nur betrieblich machbar, sondern auch mit niedrigeren Betriebskosten als Diesel-Lkw.
Josef Schrädler, Direktor der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan, erklärte, die Elektrifizierung der Flotte sei ein natürlicher Ausdruck der unternehmerischen Verantwortung und ein konkreter Schritt zur vollständigen Dekarbonisierung. Robert Winkler, Abteilungsleiter im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, sagte, die Brauerei habe mit ihrem Wandel zur Elektromobilität als Teil eines integrierten Energiekonzepts „einen vorbildlichen Weg eingeschlagen“ und hoffe, dass viele Unternehmen diesem Beispiel folgen. Johannes Kirnberger, Geschäftsführer von Delta Charge, erklärte, beide Seiten hätten „gemeinsam etwas wirklich Besonderes geschaffen“ und wies darauf hin, dass es sich um ein in kommerzieller, betrieblicher und skalierbarer Hinsicht tragfähiges Modell handele, das bereit sei, Logistikbetreibern und der Industrie in Europa angeboten zu werden.
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