Indische Generaldirektion Schifffahrt entwickelt Dekarbonisierungs-Roadmap mit acht Säulen, die 95 % des Handelsverkehrs abdeckt
2026-06-12 10:52
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de.wedoany.com-Bericht: Der Generaldirektor der Indischen Generaldirektion Schifffahrt (DG Shipping) und zusätzlicher Sekretär der indischen Regierung, Shri Shyam Jagannathan (IAS), hat eine maritime Dekarbonisierungs-Roadmap mit acht Säulen für die Schifffahrtsindustrie entwickelt. Die Schifffahrtsindustrie wickelt etwa 90 bis 95 % des indischen Außenhandelslogistik ab.

Anlässlich des Weltmeertags stellte Jagannathan in einem Interview mit Anil Pratap Singh in der Green Talk-Sendung von Munsif TV grüne Kraftstoffe, Häfen, Schiffsrecycling, Finanzen, Technologie, Seeleuteausbildung und Abfallkontrolle in den Mittelpunkt der indischen Meeresschifffahrtspolitik. Er erklärte, dass die globalen Schifffahrtsemissionen etwa 2 bis 3 % der weltweiten Gesamtemissionen ausmachen und der Übergang zu einer nachhaltigen Schifffahrt eine Investition in die Zukunft des indischen Handels sei.

Die Indische Generaldirektion Schifffahrt (Directorate General of Shipping), die dem Ministerium für Häfen, Schifffahrt und Wasserwege (Ministry of Ports, Shipping and Waterways) untersteht, setzt einen nationalen maritimen Dekarbonisierungspolitikrahmen (National Maritime Decarbonization Policy Framework) um. Dieser Rahmen basiert auf grüner Schifffahrt und Häfen, grünem Schiffsrecycling, grüner Finanzierung und Technologie, Humankapital und gerechtem Übergang sowie Abfallmanagement. Die Generaldirektion Schifffahrt ist die maritime Verwaltungsbehörde des Ministeriums.

Der Plan umfasst die Effizienzsteigerung bestehender Schiffe, den Umstieg von Verbrennungsmotoren auf alternative Netto-Null-Kraftstoffe, darunter grünes Ammoniak, grüner Wasserstoff und grünes Methanol, sowie die Umsetzung der Harit Sagar-Hafenrichtlinien. Die Säule Schiffsrecycling stellt Indien unter den Rahmen des Hongkong-Übereinkommens. Die Säulen Finanzen und Technologie umfassen die finanzielle Unterstützung für grüne Initiativen und digitale Instrumente wie das Maritime Single Window. Das Humankapital-Element zielt darauf ab, den Anteil indischer Seeleute weltweit von 16,5 % auf über 20 % zu erhöhen, mit dem langfristigen Ziel, dass jeder vierte Seemann weltweit Inder ist.

Jagannathan verknüpfte diese Roadmap mit der Viksit Bharat 2047-Agenda. Er erklärte, dass die blaue Wirtschaft etwa 4 % des indischen BIP ausmacht und für das angestrebte jährliche Wachstum von 7 bis 7,5 % des Landes von entscheidender Bedeutung sei. Er wies auch auf die 11.000 Kilometer lange Küstenlinie Indiens hin, wobei Wachstumsbereiche Kreuzfahrttourismus, Küstenschifffahrt, Meeresbiotechnologie, Aquakultur und Tiefseebergbau umfassen.

Zu den geplanten Gesetzesvorhaben gehören die Überarbeitung des Merchant Shipping Act, des Coastal Shipping Act 2025 und des Indian Ports Act 2025. Der Merchant Shipping Act vereinfacht Verfahren für Schiffsregistrierung, Eigentum und Wrackbeseitigung; der Coastal Shipping Act 2025 konzentriert sich auf den inländischen Küstenhandel, die Küstenschifffahrt und Zubringerdienste, die Tiefwasserhäfen wie Vizhinjam, Galathea und den geplanten Hafen Vadhavan verbinden. Der Indian Ports Act 2025 verlagert die Politik hin zu einem „Landlord-Modell“ und breiteren öffentlich-privaten Partnerschaften.

Jagannathan verband den Meeresschutz auch mit den Binnenflusssystemen und wies darauf hin, dass Mikroplastik, ungeklärtes Abwasser und unbehandeltes Industrieabwasser vor dem Eintritt ins Meer in Flüsse wie den Ganges gelangen. Er bekräftigte Indiens Engagement für die Nachhaltigkeitsziele 13 (Klimaschutz) und 14 (Leben unter Wasser) und forderte die Einrichtung eines transparenten, konsensbasierten globalen maritimen Fonds zum Schutz der Entwicklungsländer und des Humankapitals.

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