Open AI aus den USA eröffnet in diesem Jahr sein erstes Büro in Madrid, Spanien
2026-06-12 10:55
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de.wedoany.com-Bericht: Der spanische Minister für digitale Transformation und öffentliche Verwaltung, Óscar López, erklärte bei seiner Teilnahme am „Spanien-Talent-Forum (Foro Talento España)“, dass Spanien sich von einem „Spekulations-Spanien“ zu einem „Gründer-Spanien“ wandle. Er betonte, dass das Unternehmen Open AI in diesem Jahr sein erstes Büro in Madrid eröffnen werde, was beweise, dass die Regulierungsstrategie des Landes für Künstliche Intelligenz zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beitrage.

López wies in Bezug auf die derzeitige „turbulente Zeit“, die die Welt erlebe, darauf hin, dass Spanien auf Krisen mit Chancen reagiere und seine Position gestärkt habe. Dies zeige sich in den Wirtschaftswachstumszahlen, den Beschäftigungszahlen, dem Anteil der digitalen Wirtschaft am BIP (der bereits 27 % erreicht habe) sowie in der Attraktivität für ausländische Investitionen. Laut Daten der Financial Times belege Spanien weltweit den fünften Platz unter den Ländern, die Investitionen in Greenfield-Projekte (Investitionsprojekte, die Unternehmen von Grund auf neu starten) anziehen.

Hinsichtlich der Entscheidung von Open AI, ein Büro in Madrid zu eröffnen, ist López der Ansicht, dass dies zeige, dass Spaniens Ansatz zur Regulierung Künstlicher Intelligenz Investitionen nicht vertreibe oder Innovationen behindere, sondern das Land im Gegenteil wettbewerbsfähiger mache. Er fügte hinzu, dass im Bereich der Künstlichen Intelligenz nicht mehr die Geschwindigkeit oder die niedrigsten Kosten entscheidend seien, sondern die größte Vertrauenswürdigkeit.

López bezog sich auf die Rede des Premierministers auf der Tagung des Wirtschaftskreises von Barcelona (Cercle d’Economía de Barcelona) und erklärte, dass Spanien dank der effizienten Verwaltung der europäischen Fonds einen Wandel vollzogen habe. Diese Fonds würden durch den Staatsfonds „España Crece“ fortgeführt, um das Wachstumstempo beizubehalten und gleichzeitig Rechte auszuweiten und zu schützen. Er ist der Meinung, dass Wohlfahrt eine wichtige Politik zur Bindung und Anziehung von Talenten sei.

Der Minister erklärte, die Regierung habe in die neuen Fähigkeiten investiert, die die heutige Welt benötige, und erinnerte an mehrere Initiativen: Der Nationale Plan für digitale Kompetenzen (Plan Nacional de Competencias Digitales) habe bereits über zwei Millionen Menschen geschult; sein Ministerium habe eine Vereinbarung mit dem Bildungsministerium getroffen, um die digitalen Fähigkeiten in allen Lernphasen zu stärken; das Berufsbildungsgesetz (ley de FP) habe das Bildungssystem reformiert und über 3.800 Zentren eingerichtet, die Schulungen in Big Data, Cloud Computing oder 5G anbieten; Universitätslehrstühle in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Chip-Technologie brächten Innovation an Dutzende von Universitäten in ganz Spanien; das öffentliche Beschäftigungsangebot (Oferta de Empleo Público) werde 1.600 neue Stellen für ICT-Fachkräfte schaffen, die sich auf Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit oder Datenwissenschaft spezialisieren.

López zählte strategische Erfolge auf: Spanien belege bei der Zahl der Hochschulzugänge den vierten Platz in der EU und den elften Platz weltweit; bei der Ausbildung von ICT-Hochschulabsolventen liege es weltweit auf dem zweiten Platz, nur hinter den USA; bei der Produktion wissenschaftlicher Forschungsarbeiten belege es den neunten Platz weltweit; in den letzten Jahren seien im MINT-Bereich fast 500.000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Er rief dazu auf, nicht innezuhalten, denn die vierte industrielle Revolution sei die dynamischste, schnellste und unberechenbarste aller Revolutionen.

Der Minister betonte, dass Spanien mehr und bessere Ingenieure, Bäcker, Lehrer und Physiker brauche, aber auch zunehmend Experten für Künstliche Intelligenz, um neue chemische Produkte zu entdecken oder Lieferketten zu beschleunigen. Er ist der Ansicht, dass jetzt in die Fähigkeiten investiert werden müsse, die für die Bewältigung neuer Technologien wie Quanten-Netzwerkabwehr oder Rechenzentren auf See erforderlich seien, und erklärte, dass die spanische Regierung daran arbeite.

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