US-amerikanisches Unternehmen Applied Digital unterzeichnet 52-Milliarden-Dollar-Mietvertrag für KI-Rechenzentrum
2026-06-12 10:58
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de.wedoany.com-Bericht: Das US-amerikanische Digitalinfrastruktur-Unternehmen Applied Digital hat kürzlich einen 15-jährigen Mietvertrag mit einem US-amerikanischen Investment-Grade-Hyperscaler-Kunden unterzeichnet. Das Basisvertragseinkommen beläuft sich auf rund 5,2 Milliarden US-Dollar. Die Vereinbarung umfasst eine kritische IT-Last von 210 MW im Delta Forge 2 AI Factory Park und basiert auf einer „Take-or-Pay"-Struktur. Sollte der Kunde alle Verlängerungsoptionen ausüben, könnte das Gesamteinkommen über 30 Jahre rund 12,7 Milliarden US-Dollar betragen.

Der Kernwert dieser Vereinbarung liegt darin, den Bau von KI-Rechenzentren von einem „Erst bauen, dann auf Kunden warten"-Modell hin zu einer verbindlicheren langfristigen Kapazitätssicherung zu verlagern. Hyperscaler-Kunden müssen im Voraus große Rechenkapazitäten, Stromversorgung, Kühlsysteme und Netzwerkressourcen reservieren, um zukünftiges Modelltraining, Inferenzdienste und das Wachstum von Cloud-KI-Anwendungen zu unterstützen. Durch das langfristige Mietmodell sichert sich Applied Digital zunächst die Zusage des Kunden und organisiert dann das Projekttempo rund um den Bau, die Finanzierung, die Stromversorgung und die Auslieferung des Parks. Delta Forge 2 wird damit der fünfte Park im Rahmen des AI Factory-Modells des Unternehmens und erweitert sein Rechenzentrumsportfolio von den nördlichen Märkten weiter in neue südliche Regionen der USA.

Das Projekt soll voraussichtlich im ersten Quartal 2028 den ersten Betrieb aufnehmen und wird eine für KI-Workloads mit hoher Leistungsdichte geeignete Infrastruktur umfassen, darunter wasserlose Kühltechnologie und Unterstützung für hohe Rechendichte. Für KI-Rechenzentren sind Stromversorgung und Kühlung bereits zu entscheidenden Faktoren für die termingerechte Auslieferung geworden; reine Rechenzentrumsfläche allein reicht nicht aus, um die Anforderungen der GPU-Cluster-Bereitstellung zu erfüllen.

Applied Digital verfügt derzeit über ein AI Factory-Portfolio, das fünf Parks umfasst, mit einer gesamten kritischen IT-Last von rund 1,4 GW und etwa 2,15 GW an netzgebundenen Stromressourcen. Nach der Unterzeichnung des neuen Vertrags steigt das bereits zugesagte Mieteinkommen des Unternehmens in der Basisphase auf rund 36 Milliarden US-Dollar. Bei Ausübung aller Verlängerungsoptionen könnte das potenzielle Einkommen rund 86 Milliarden US-Dollar erreichen. Etwa 70 % der vertraglich gebundenen Einnahmen stammen von US-amerikanischen Investment-Grade-Hyperscaler-Kunden. Dies zeigt, dass der KI-Infrastrukturmarkt durch langfristige Mietverträge, Kapitalfinanzierung und Bindung von Stromressourcen ein Projektentwicklungsmodell mit höherer Planungssicherheit entwickelt. Für Cloud-Dienstanbieter und Modellunternehmen ermöglichen solche Vereinbarungen die vorzeitige Sicherung zukünftiger Rechenkapazitäten; für Rechenzentrumsentwickler helfen langfristige Verträge, Finanzierungshürden zu senken und größere Bauprojekte zu unterstützen.

Derartige Transaktionen werden weiterhin die Nachfrage in der Lieferkette der Informations- und Kommunikationstechnologie ankurbeln. Der Bau von KI-Rechenzentren erfordert die koordinierte Lieferung von Servern, Stromversorgungssystemen, Flüssigkeits- oder wasserlosen Kühlgeräten, Glasfasernetzen, Hochgeschwindigkeits-Switches, optischen Modulen, Rack-Integration, Überwachungssystemen und Betriebsplattformen. Die nächsten Schwerpunkte liegen auf dem Baufortschritt des Delta Forge 2 Parks, dem Zeitplan für die Geräteeinführung durch den Kunden, der Betriebsleistung der wasserlosen Kühllösung und der Frage, ob Applied Digital den ersten Betrieb wie geplant im Jahr 2028 aufnehmen kann. Bei erfolgreichem Projektfortschritt wird der US-amerikanische KI-Rechenzentrumsmarkt weiter in Richtung eines Modells aus „langfristigen Mietverträgen + großer Stromversorgung + Hochdichte-Parks" evolvieren und die zentrale Rolle von Rechenzentren in der KI-Industrieinfrastruktur weiter stärken.

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