de.wedoany.com-Bericht: Der südafrikanische Stromversorger Eskom hat eine neue Abteilung namens Eskom Green gegründet, die bis 2040 eine installierte Leistung von 40 GW aus erneuerbaren Energien anstrebt, um die Umsetzung großer sauberer Energieprojekte zu beschleunigen. Dieses Ziel steht im Einklang mit dem südafrikanischen integrierten Ressourcenplan (IRP) von 2025.

Eskom wies darauf hin, dass seit der Veröffentlichung des IRP 2019 nur etwa 50 % der Projekte für erneuerbare Energien, die bereits eine Netzzuteilung und einen Stromabnahmevertrag erhalten haben, realisiert wurden. Das Unternehmen erklärte, dies unterstreiche die Notwendigkeit einer verbesserten Koordinierung, um die Energieversorgungssicherheit bei gleichzeitiger Erreichung der Emissionsminderungsziele zu gewährleisten und einen adressierbaren Markt zu schaffen.
Die neue Abteilung ist Teil der Ausgliederungsstrategie von Eskom, die darauf abzielt, das Unternehmen von einem vertikal integrierten Konzern in unabhängige, spezialisierte Einheiten umzuwandeln. Eskom Green wird sich durch agile Entscheidungsfindung, Zugang zu diversifiziertem Kapital, ein partnerschaftsbasiertes Liefermodell und finanzierbare Projektstrukturen von der Muttergesellschaft abheben und schließlich als hundertprozentige Tochtergesellschaft mit einem unabhängigen Vorstand ausgegliedert werden.
Rivoningo Mnisi, Leiter der Sparte Erneuerbare Energien bei Eskom, erklärte, dass Eskom Green als Geschäftsbereich für erneuerbare Energien im Versorgungsmaßstab die in der südafrikanischen Industrie verfügbaren Dekarbonisierungsoptionen schnell erweitern, den Wandel der Industrie und der Produktionskapazitäten zur Aufrechterhaltung der Exportwettbewerbsfähigkeit vorantreiben und Kunden bei der Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks unterstützen werde.
In der Anfangsphase konzentriert sich Eskom Green hauptsächlich auf energieintensive Branchen wie den Bergbau und das verarbeitende Gewerbe und bietet Dekarbonisierungslösungen unter anderem durch direkte bilaterale Stromabnahmeverträge an. Bis 2030 wird das Unternehmen voraussichtlich über eine verfügbare Grünstromkapazität von rund 6 GW verfügen, was auf die von Eskom entwickelten Reserven an Projekten für erneuerbare Energien und Energiespeicher zurückzuführen ist. Dazu gehören mindestens 2 GW an Projekten für erneuerbare Energien und Pumpspeicher, die voraussichtlich ab 2026 vorangetrieben werden, basierend auf dem 75-MW-Solar-PV-Projekt Lethabo in der Provinz Freistaat.
Danach wird Eskom Green durch die Finanzierung von Projektzweckgesellschaften bis 2040 Projekte für erneuerbare Energien und Energiespeicher mit einer Kapazität von bis zu 32 GW vorantreiben. Technisch gesehen wird sich das Projektportfolio auf Photovoltaik konzentrieren, ergänzt durch Batteriespeicher, Pumpspeicher und Windenergie.
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