de.wedoany.com-Bericht: Leonardo hat im Rahmen des Jahresprogramms 2025 des Europäischen Verteidigungsfonds (European Defence Fund) bedeutende Erfolge erzielt. Von den 18 eingereichten Vorschlägen wurden 15 Projekte ausgewählt, darunter 11 Fähigkeitsentwicklungsprojekte und 4 Forschungsprojekte. Dies festigt die Position des Unternehmens als einer der Hauptakteure der europäischen Verteidigungsindustrie.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 33 Ausschreibungen des Europäischen Verteidigungsfonds mit einem Gesamtbudget von rund einer Milliarde Euro veröffentlicht. Von den 410 eingegangenen Vorschlägen wählte die Europäische Kommission schließlich 57 Projekte aus, an denen 634 Einrichtungen aus 26 europäischen Ländern sowie Norwegen und der Ukraine beteiligt sind. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) waren aktiv beteiligt und machten 38 % aller teilnehmenden Einrichtungen aus. In diesem Rahmen trug Leonardo zur Bildung breit aufgestellter und dezentraler Konsortien bei, die die Zusammenarbeit zwischen Großunternehmen, KMU, Forschungszentren und Institutionen förderten.
Unter den ausgewählten Projekten werden zwei von Leonardo geleitet: ASIMOV (Autonome Systeme für Inspektion, Wartung, Verteidigungsoperationen und Mobilität) und ANEMOS (Luftgestützte neue europäische MIDS-Betriebslösungen). ASIMOV ist ein Fähigkeitsentwicklungsprojekt, das sich auf europäische Verteidigungsoperationen und -dienstleistungen im Orbit konzentriert und die führende Position des Unternehmens im Weltraumsektor sowie in der auf Sicherheit ausgerichteten Raumfahrtwirtschaft festigt. ANEMOS hingegen ist ein Forschungsprojekt, das darauf abzielt, die europäischen Fähigkeiten in den Bereichen Informationsüberlegenheit und Interoperabilität durch neue Funkkommunikationslösungen und fortschrittliche Wellenformen zu erweitern.
Leonardo erhält aus diesem Programm europäische Mittel in Höhe von über 64 Millionen Euro, davon 51 Millionen Euro für die Fähigkeitsentwicklung und 13 Millionen Euro für die Forschung. Unter Berücksichtigung der Beiträge der beteiligten Unternehmen beläuft sich das Gesamtvolumen der Mittel, die der Konzern für die 15 ausgewählten Projekte erhält, auf rund 84 Millionen Euro. Damit ist Leonardo das italienische Unternehmen mit den meisten in Brüssel bewilligten Projekten, was auf die Synergien mit dem Verteidigungsministerium zurückzuführen ist und die Bedeutung des „italienischen Systems“ auf der europäischen Bühne unterstreicht. Diese Beteiligung verdeutlicht die Übereinstimmung des Konzerns mit seinem eigenen Industrieplan, der Bereiche wie kooperative Luftkriegsführung, integrierte Landkriegsführung zwischen Luft und Boden, Systeme der nächsten Generation für Soldaten, digitale Schiffe, maritime Operationswolken, Cyberabwehr sowie Interoperabilität in Live-, Virtual- und Constructive-Training umfasst. Zu den Schlüsseltechnologien gehören auch Multiband-4D-Radare, Infrarotsensoren und fortschrittliche elektronische Komponenten.
Leonardo verstärkt zudem kontinuierlich seine Präsenz in den Nachfolgeprogrammen früherer Projekte des Europäischen Verteidigungsfonds, um die Reifung der entwickelten Technologien und deren Übergang zu wirkungsvollen operativen Anwendungen voranzutreiben.
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