Australische Studie: Organische Alternativen können synthetischen Stickstoffdünger um bis zu 45 % reduzieren, ohne Ertragseinbußen
2026-06-15 16:57
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de.wedoany.com-Bericht: Die Ergebnisse eines von der University of Western Australia geleiteten Feldversuchs zeigen, dass der teilweise Ersatz von synthetischem Stickstoffdünger durch geringe Mengen organischen Düngers die Bodenqualität und Nährstoffeffizienz verbessern kann, während die Ernteerträge erhalten bleiben. Die zweijährige Studie untersuchte Winterweizen-Sommermais-Fruchtfolgen mit verschiedenen Kombinationen von Stickstoffdüngermengen und organischen Zusätzen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Land Degradation & Development (2025) veröffentlicht.

Die Forscher fanden heraus, dass eine Reduzierung des synthetischen Stickstoffdüngers um bis zu 45 % bei gleichzeitigem teilweisem Ersatz durch organische Inputs die Bodenqualität, Pflanzenproduktivität, Stickstoffaufnahme und Nährstoffkreisläufe verbesserte, ohne zu einem Anstieg der Lachgasemissionen zu führen. Bemerkenswerterweise waren geringe Mengen organischer Bodenverbesserer wirksamer als hohe Zusätze und ermöglichten eine effizientere Stickstoffnutzung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Produktivität.

Professor Kadambot Siddique, Direktor des UWA Institute of Agriculture, erklärte, dass eine Reduzierung des synthetischen Stickstoffdüngers um weniger als 45 % in Kombination mit organischem Dünger die Produktivität aufrechterhalten könne, ohne die Emissionen zu erhöhen. Diese Erkenntnis kommt zu einer Zeit anhaltender Volatilität auf dem Düngemittelmarkt – rund 60 % des weltweiten Harnstoffhandels werden durch die Straße von Hormus abgewickelt, was die Versorgung anfällig für geopolitische Störungen und Preisschwankungen macht. Die Forscher wiesen darauf hin, dass die Optimierung des Verhältnisses zwischen organischem und synthetischem Stickstoff dazu beitragen könne, die landwirtschaftlichen Emissionen zu senken und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der Agrarsysteme gegenüber steigenden Betriebskosten zu stärken.

Die Studie wurde von Professor Kadambot Siddique vom UWA Institute of Agriculture geleitet; Erstautor ist Li Ma, die Forschungspartner stammen aus China. Die entsprechende Arbeit wurde in Land Degradation & Development (2025) veröffentlicht, DOI: 10.1002/ldr.70282.

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