de.wedoany.com-Bericht: Die Curtin University und Nimy Resources führen gemeinsam ein bahnbrechendes Forschungsprojekt zur Galliumverarbeitung durch. Westaustralien hat das Potenzial, ein globales Zentrum für kritische Mineralien zu werden.

Das Projekt wird vom Western Australian Institute of Minerals Research (MRIWA) mit 550.000 AUD gefördert und gemeinsam mit Nimy Resources sowie dem Resources Technology and Critical Minerals Trailblazer der Curtin University finanziert. Dies markiert einen wichtigen Schritt zum Aufbau der ersten inländischen Galliumextraktions- und Raffinationskapazitäten Australiens.
Gallium ist ein kritischer Rohstoff für Halbleiter, Smartphones, LED-Beleuchtung, Solarzellen und Hochleistungselektronik. Diese Industrien sind derzeit auf einige wenige internationale Lieferanten mit unterschiedlicher Zuverlässigkeit angewiesen. Australien verfügt derzeit über keine etablierte Galliumverarbeitungskapazität, was Risiken für die inländischen und globalen Lieferketten birgt.
Die zweijährige Studie wird innovative Wege zur lokalen Konzentration, Extraktion und Raffination von Galliumerz erforschen. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Mons-Projekt von Nimy Resources in Westaustralien. Rohan McDougall, Executive Director of Commercialisation an der Curtin University, erklärte, dass das Projekt direkt auf eine strategische Lücke in der australischen Industriebasis reagiere.
McDougall wies darauf hin, dass die Nachfrage nach Gallium rapide wachse und der Aufbau lokaler Verarbeitungskapazitäten für die Sicherung der Lieferkettenresilienz und die Unterstützung der Energiewende von entscheidender Bedeutung sei. Eine nachhaltige Galliumverarbeitung in Westaustralien stärke nicht nur die australische Versorgungsautonomie bei kritischen Mineralien, sondern biete auch Qualifikationsentwicklung und Forschungsmöglichkeiten für die nächste Generation von Wissenschaftlern und Ingenieuren.
Nimy Resources bezeichnete die MRIWA-Förderung als wichtigen Katalysator zur Erschließung des Potenzials des Mons-Projekts. Managing Director Luke Hampson sieht diese Initiative als Chance, die Rolle Australiens in der globalen Technologie-Lieferkette neu zu gestalten. Durch die Zusammenarbeit mit der Curtin University strebt das Unternehmen den Aufbau der ersten australischen Galliumverarbeitungskapazität an, um die globale Technologie-Lieferkette zu unterstützen und die Abhängigkeit von internationalen Produzenten zu verringern.
Die Studie wird von Dr. Jonah Gamutan, Dozent an der Western Australian School of Mines, als leitendem Forscher durchgeführt und gliedert sich in drei Phasen: Mineralcharakterisierung und Prozessdefinition, Extraktions- und Reinigungstechniken sowie Verbindungsproduktion und Prozessoptimierung. Das Projekt zielt darauf ab, die Grundlage für zukünftige Pilotversuche und eine potenzielle Kommerzialisierung zu schaffen. Es spiegelt das wachsende Momentum der australischen Agenda für souveräne kritische Mineralien wider, wobei Gallium im globalen Wettlauf um die Sicherung von Lieferketten für saubere Energie und fortschrittliche Technologieindustrien als strategisches Gut betrachtet wird.
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