de.wedoany.com-Bericht: Microsoft betont, dass der entscheidende Vorteil seines KI-Agenten-Kollaborationstools Copilot Cowork in der Fähigkeit liegt, den Arbeitskontext von Microsoft 365 (M365) zu verstehen.

Copilot Cowork ist ein Tool, das die Zusammenarbeit von Menschen und KI-Agenten im selben Arbeitsablauf ermöglicht. Es kann nicht nur Fragen beantworten, sondern auch mehrstufige komplexe Aufgaben sequenziell von Agenten ausführen lassen. Wird beispielsweise der Befehl zum Verfassen eines Berichts erteilt, kann das System automatisch die Prozesse der Materialsammlung, des Entwurfs und der Überprüfungsanfrage abwickeln. In der Praxis validierte Arbeitsabläufe können als „Cowork Skills“ gespeichert und von jedem im Team wiederverwendet werden.
Oh Seong-mi (오성미), Director der AI Workforce GTM bei Microsoft Korea, wies auf einer Pressekonferenz am 15. im The K-Twin Towers in Jongno-gu, Seoul, darauf hin, dass der grundlegende Unterschied zwischen Copilot Cowork und Konkurrenzprodukten wie Google Workspace (Gemini), Slack AI und Salesforce Agentforce im tiefgreifenden Verständnis der Arbeitsdaten liegt. Oh Seong-mi erklärte, dass ein KI-Agent, um wie ein Mensch zu arbeiten, seine Umgebung verstehen müsse, einschließlich der besuchten Besprechungen, der Teamzusammensetzung in der Organisationsstruktur, der häufig zusammenarbeitenden Teams, des E-Mail- und Chatverkehrs sowie der verfassten Dokumente. Da M365 der Oberbegriff für Office-Anwendungen wie Word, Excel, PowerPoint, Teams, Outlook und OneDrive ist, kann Copilot Cowork automatisch auf die darin vorhandenen Arbeitsdaten zugreifen, ohne dass der Benutzer zusätzliche Schritte unternehmen oder Beziehungen einzeln erläutern muss. Oh Seong-mi betonte, dass der Arbeitskontext nicht nur in einer einzelnen Datei existiert, sondern vielmehr im Prozess der Dateiänderungen, Diskussionen und Entscheidungsänderungen enthalten ist. Das bloße Abrufen von Daten anderer Anbieter über API-Schnittstellen habe Grenzen.

Copilot Cowork unterstützt sowohl iOS- als auch Android-Mobilversionen und ermöglicht die Erstellung von Plugins, die auf die Organisation zugeschnitten sind. Die Bereitstellung und Sicherheitskontrolle von Agenten in der Unternehmensumgebung wird von „Microsoft Agent 365“ übernommen.
Microsoft veröffentlichte am selben Tag den Jahresbericht „Work Trend Index 2026“. Der Bericht basiert auf einer Umfrage unter 20.000 Wissensarbeitern in 10 Ländern und der Analyse von Billionen von Datenpunkten zur M365-Produktivität. Der Bericht stellt fest, dass die mangelnde Umsetzung von KI-Einführungen in konkrete Ergebnisse auf das „Transformationsparadoxon“ zurückzuführen ist: Die individuelle Bereitschaft zur KI-Nutzung ist hoch, aber die Bewertungssysteme, Anreize und Arbeitsweisen der Organisationen bieten keine Unterstützung. In Korea ist diese Kluft besonders deutlich: 78 % der Befragten haben das Gefühl, „zurückzufallen, wenn sie sich nicht schnell anpassen“, während nur 16 % angeben, dass ihre strategische Ausrichtung in Bezug auf KI mit der Geschäftsleitung übereinstimmt. Der Bericht betont, dass die Wettbewerbsfähigkeit einer Organisation von der „Absorptionsgeschwindigkeit“ und nicht von der Geschwindigkeit der KI-Einführung abhängt. Unternehmen, die über ein „Lernsystem“ verfügen, das vor Ort gesammelte KI-Anwendungskenntnisse im gesamten Unternehmen verbreiten und in die Betriebsabläufe integrieren kann, werden eine schwer nachahmbare „organisationsspezifische Intelligenz“ erlangen.
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