Brasilianische AGU wechselt von Microsoft zu Google – Abschluss im August
2026-06-16 09:26
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de.wedoany.com-Bericht: Die brasilianische Bundesrechtsanwaltschaft (AGU) verlagert derzeit sämtliche E-Mail- und Arbeitswerkzeuge ihrer Server von Microsoft zu Google. Hauptgründe sind die Integration von Googles Gemini-Künstlicher Intelligenz sowie Kostenerwägungen. Caio Castelliano, Sekretär für strategische Governance und Management der AGU, gab dies am Montag (15. Juni) in Brasília auf dem von Network Eventos organisierten Eröffnungsforum des 3. Digitalen Transformationsforums der öffentlichen Rechtsanwaltschaft bekannt. Die vollständige Migration wird voraussichtlich im August abgeschlossen sein.

Caio Castelliano erläuterte gegenüber CDTV, dass die Kosten pro Server nach der Migration von Microsoft zu Google inklusive Gemini AI von 157,00 R$ auf 58,27 R$ sinken. Die AGU besitzt eine unbefristete Lizenz für Microsoft 2021, sodass Software wie Word, Excel und PowerPoint weiterhin genutzt werden kann. Castelliano erklärte, dass die Migration hauptsächlich aus Kostengründen erfolge; sollte Microsoft ebenfalls KI für seine Produkte anbieten, könne man neu verhandeln.

Die Bundesrechtsanwaltschaft bearbeitet täglich rund 19.000 neu eingehende Gerichtsverfahren und hat Technologie zu einer zentralen Handlungssäule gemacht. Im Bereich Cloud-Dienste hat die Behörde entschieden, ausschließlich öffentliche Dokumente bei großen Technologieunternehmen zu speichern, während sensible und vertrauliche Dokumente im eigenen Rechenzentrum der AGU verbleiben, das mit GPUs für KI-Verarbeitung ausgestattet ist. Castelliano betonte, dass die AGU die Cloud nur für KI-Workloads nutze; die Einführung einer souveränen Cloud erfolge bedarfsorientiert, jedoch habe die Behörde bereits in den Aufbau eines leistungsstarken Rechenzentrums investiert.

Der Governance-Sekretär der AGU kündigte zudem die Einführung einer intelligenten Lesezeichenfunktion für August an. Diese Funktion nutzt Künstliche Intelligenz, um Zusammenfassungen für jedes Dokument zu erstellen und so den Anwälten die Einsicht in Fälle zu erleichtern. Derzeit befindet sich die Funktion noch in der Testphase, um den Token-Verbrauch für die Veröffentlichung zu ermitteln. Die Behörde plant, sie auf den Obersten Gerichtshof Brasiliens (STJ), das Bundesverfassungsgericht (STF) sowie strategische Abteilungen in den Bereichen Beratung und Prozessführung auszuweiten. Castelliano wies auch auf die Notwendigkeit hin, innerhalb der AGU stark in Schulungen zu investieren, um die Nutzung von KI zu verbreiten.

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