Spaniens Repsol reduziert durch integrierte Datenplattform Experimentieraufwand um 30-40 %
2026-06-16 09:58
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de.wedoany.com-Bericht: Das Unternehmen Uncountable, das Datenintegrationsplattformen für Unternehmen bereitstellt, hat in einem aktuellen Bericht die Hauptgründe für die geringe Effizienz in der Forschung und Entwicklung der chemischen Industrie analysiert: die fragmentierte Speicherung von Experimentaldaten und das Fehlen eines Managementsystems führen zu zahlreichen Doppelexperimenten und Ressourcenverschwendung. Der Bericht weist darauf hin, dass in vielen Forschungs- und Entwicklungsorganisationen für Spezialchemikalien und fortschrittliche Materialien Experimentaldaten über Teams oder Standorte hinweg nicht effektiv abgerufen werden können, sodass Wissenschaftler oft unwissentlich bereits abgeschlossene Arbeiten anderer wiederholen.

Die Kosten für Doppelexperimente umfassen nicht nur die Zeit der Wissenschaftler, den Verbrauch von Rohmaterialien und Gerätekapazitäten, sondern verlängern auch die Entwicklungszyklen. Ein Fallbeispiel eines globalen, mehrstandortigen Polymer-Compoundierungsunternehmens zeigt, dass die Standardreaktion auf jede neue Kundenanfrage mindestens sechs Wochen Laborarbeit erforderte. Nachdem das Unternehmen ein System zur umfassenden Suche historischer Daten aufgebaut hatte, stellte es fest, dass 60 % der Projekte durch eine einzige Suche hätten gelöst werden können. Dies bedeutet, dass das über sechzig Jahre angesammelte, aber nicht zugängliche institutionelle Wissen ein strukturelles Effizienzhindernis darstellte.

Die Lösung des Berichts besteht darin, eine Datenarchitektur zu schaffen, die Experimentaldaten standardmäßig durchsuchbar macht. Wenn das System implementiert ist, markiert die Einrichtung neuer Experimente automatisch ähnliche historische Experimente, um Wiederholungen zu vermeiden. Fehlgeschlagene Experimente sind dann kein Endpunkt mehr, sondern werden zu wertvollen Signalen. Der globale Energiekonzern Repsol hat durch die Integration von über 10.000 Datenpunkten aus Rezepturarbeiten der letzten 20 Jahre in eine einheitliche, durchsuchbare Plattform den Experimentieraufwand pro Projekt um 30 bis 40 % reduziert.

Der Bericht beschreibt auch die konkreten Vorteile der standortübergreifenden Datentransparenz. So konnte beispielsweise ein europäisches Team bei der Verwendung eines Weichmachers eines bestimmten Lieferanten auf die Testergebnisse eines US-Teams mit funktional äquivalenten Materialien zurückgreifen. Basierend auf den vorhandenen Ergebnissen musste das europäische Team nicht von vorne beginnen, sondern konnte den Versuchsumfang erheblich eingrenzen. Diese standortübergreifende Informationsweitergabe spart Laborzeit und zeigt direkt den Wert des integrierten Systems.

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