Deutsche Bahn erhöht ab 14. Juni Direktverbindungen Hamburg–Berlin um 35 Prozent
2026-06-16 15:55
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de.wedoany.com-Bericht: Die Deutsche Bahn (DB) nimmt am 14. Juni den direkten Fernverkehr zwischen Hamburg und Berlin wieder auf, nachdem eine umfassende Infrastruktur-Modernisierung auf einer der verkehrsreichsten Eisenbahnkorridore Deutschlands abgeschlossen wurde. Die täglichen Direktverbindungen steigen von 38 auf 52 Züge – ein Plus von über 35 Prozent. Die DB bietet 100.000 Sondertickets zum Preis von 14,99 Euro an, die vom 12. bis 14. Juni erhältlich sind und bis zum 12. Dezember 2025 gültig sind.

Die Modernisierung umfasst die Aufwertung der Gleisinfrastruktur, die Installation neuer Signal- und Steuerungssysteme sowie die Wiedereinführung der drei Zwischenhalte Büchen, Ludwigslust und Wittenberge, die zuvor aufgrund von Bauarbeiten und Umleitungen nicht im Fernverkehrsnetz angebunden waren. Michael Peterson, Vorstand Fernverkehr der DB, erklärte, dass der Korridor täglich von rund 20.000 Fahrgästen genutzt wird. Die Abnahmetests auf dem Abschnitt Hagenow Land–Berlin-Spandau laufen noch; die DB InfraGO führt Belastungsfahrten durch, sodass die Züge nicht sofort auf allen Abschnitten mit voller Geschwindigkeit verkehren. Die DB hat keine Gesamtkapitalausgaben für diese Modernisierung bekannt gegeben. Die Bauarbeiten am Hamburger Knotenpunkt sind vom 18. Juli bis 15. August geplant.

Das von der DB angebotene Sonderticket für 14,99 Euro ähnelt der Preisstrategie bei der Wiedereröffnung anderer europäischer Korridore, ist jedoch in der Stückzahl beachtlich. Bei einer täglichen Fahrgastzahl von 20.000 Personen auf diesem Korridor entspricht das Sonderticketangebot etwa einer fünftägigen vollen Nachfrage. Zum Vergleich: Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) boten bei der Wiedereröffnung des modernisierten Westbahnkorridors Wien–Salzburg im Jahr 2024 Sondertickets ab 9,90 Euro an, mit einer Stückzahl von rund 30.000. Der breitere Trend bei den Investitionen in den deutschen Schienenverkehr im Jahr 2025 priorisiert Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Bundesmittel fließen in die Integration erneuerbarer Energien und intelligente, stadtorientierte Signalaufrüstungen im DB InfraGO-Netz, was mit den auf dem Abschnitt Hagenow Land–Berlin-Spandau in Betrieb genommenen kompatiblen Steuerungssystemen des European Train Control System (ETCS) übereinstimmt. (Quelle: Bundesministerium für Digitales und Verkehr, 2025)

Nach der Wiedereröffnung der Strecke Hamburg–Berlin werden auch Railjet-Züge der České dráhy (ČD) den Korridor Hamburg–Berlin–Prag–Wien bedienen, mit jeweils drei Zügen pro Richtung täglich. Am 14. Juni werden die Direktverbindungen nach Budapest, Bratislava, Prag und Wien wieder aufgenommen. Die Reisezeit auf der Strecke Hamburg–Dresden verkürzt sich um 40 Minuten auf etwa 3,5 Stunden. Die DB hat noch keine konkrete Gesamtreisezeit für die wiedereröffnete Strecke Hamburg–Berlin bekannt gegeben. Laut DB wird der neue ICE L-Zug über barrierefreie, ebenerdige Einstiege verfügen und am 14. Juni erstmals auf der touristischen Strecke Berlin–Westerland (Sylt) eingesetzt. (Quelle: Deutsche Bahn, Juni 2025)

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